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AUSSTELLUNG: »DIE VERSCHWIEGENEN TOTEN – TODESOPFER RECHTER GEWALT SEIT 1990 IN LEIPZIG«

Eröffung der Ausstellung mit Podiumsgespräch am 15. September um 18 Uhr zum Thema Rechte Gewalt in Leipzig seit 1990 und Praxen des politschen Gedenkens mit Vertreter*innen des Initiativkreis Antirassismus und der RAA Leipzig.

Ausstellung vom 16. September bis zum 31. Oktober von 10 bis 18 Uhr im Alten Rathaus des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig.

 

Rechte Gewalt ist kein Randphänomen, sondern ein Produkt weit verbreiteter, menschenverachtender Ideologien, die die Ungleichwertigkeit von Menschen predigen. Rechte Morde sind kein zufälliges Verbrechen – sie sind die logische Konsequenz einer Gesellschaft, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder sozialen Lage abwertet und entmenschlicht.
Die Täter*innen handeln nicht im luftleeren Raum, sondern in einem Klima, das solche Gewalttaten begünstigt und oft sogar relativiert.
Statt Solidarität erfahren Betroffene und Hinterbliebenen oft die gleichen menschenverachtenden Vorurteile, die die Morde überhaupt erst ermöglicht haben. Die Taten werden entpolitisiert, verharmlost und als „isolierte Einzelfälle“ abgekanzelt, statt endlich als das zu benennen, was sie sind: eine Manifestation einer gesamt-gesellschaftlichen Haltung.

Wir wollen uns gemeinsam im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit der Ausstellung „Todesopfern rechter Gewalt in Leipzig“ beschäftigen. Auf dem Podium werden Vertreter*innen des Initiativkreises Antirassismus sitzen, die die Ausstellung 2013 erarbeitet haben und jene, die sie heute überarbeitet haben, sowie Vertreter*innen der Opferberatung der RAA Leipzig. Sie werden über rechte Gewalt in Leipzig seit 1990 und Praxen des politschen Gedenken sprechen.

Die Ausstellung wurde seit ihrer Konzeption 2013 überarbeitet und aktualisiert, trotzdem muss sie weiterhin unvollendet bleiben. Während der Recherche sind wir auf mehrere Verdachtsfälle gestoßen, die auf ein deutlich größeres Dunkelfeld hinweisen. Bis heute sind
die wenigsten Todesopfer rechter Gewalt in Leipzig staatlich als solche anerkannt und bis heute hat die Staatsanwaltschaft Leipzig den Zugang zu den Gerichtsurteilen der Todesfälle, bei denen wir ein rechtes oder rassistisches Tatmotiv annehmen, blockiert.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Initiativkreis
Antirassismus und „Rassismus tötet!“ Leipzig

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“Bruderland ist abgebrannt” 35 Jahre Pogrom in Hoyerswerda – Niemals Vergessen.

35 Jahre sind vergangen, seit es 1991 zu den rassistischen Angriffen auf Migrant*innen in Hoyerswerda kam. Doch auch dreieinhalb Jahrzehnte später sind diese Ereignisse kaum im gesellschaftlichen Gedächtnis verankert. Wenig bekannt sind die Geschichte der Migration in die DDR, das Schicksal der Vertragsarbeiterinnen und anderer Migrant*innen sowie die rassistische Gewalt der Wendejahre.
35 Jahre nach dem Pogrom von Hoyerswerda möchten wir diese Themen wieder ins öffentliche Bewusstsein rücken.

Am Freitag, den 18. September 2026 um 19 Uhr wird der Film “Bruderland ist abgebrannt” gezeigt.
Die Regisseurin Angelika Nguyen wird am Abend zu Gast zu sein, um anschließend über den Film sowie über die Geschichte der Vertragsarbeiter*innen und dem Rassismus der Wendezeit zu sprechen.

Eine Veranstaltung von “Rassismus tötet!” – Leipzig in Kooperation mit dem Cineding

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Kundgebung: Antifa bleibt unbeugsam! – Free all Antifas!

Nächste Woche Dienstag (30. Juni) soll Lina im Antifa-Ost-Komplex in Dresden als „Zeugin“ gegen sieben Antifaschist*innen aussagen. Bereits im März wurde Arthur als „Zeuge“ vorgeladen und berief sich auf sein „Zeugnisverweigerungsrecht“, dies wurde ihm vom Gericht abgesprochen und Arthur für 6 Monate in Beugehaft gesteckt.
Sollte Lina ebenfalls am 30. Juni  in Beugehaft genommen werden, weil sie sich auf ihr Recht beruft, dann wird es am selben Tag um 20 Uhr eine Kundgebung am Herderpark in Leipzig Connewitz geben. 
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Hausdurchsuchungen in Klein-Paris – When they kick at your front door…

Zwischen 2020 und 2025 kam es in Leipzig zu 90 dokumentierten Hausdurchsuchungen (Stand Januar 2025) bei Linken, Antifaschist*innen, antirassistischen Fußballfans und Menschen, die sich nicht als “links” verstehen. Die Nachricht “HD in der XY-Straße” ploppte auf unseren Handys in den letzten Jahren so oft auf, dass sie meistens kaum noch Emotionen auslöst.

Es kam die Überlegung auf, sich detaillierter mit dieser Form der Repression auseinander zu setzen.

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Veranstaltungen: Klaus R. zum Gedenken – 32 Jahre danach

Veranstaltungen vom 25. bis 31. Mai 2026 in Leipzig Lindenau

In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 1994 wurde Klaus R. in der von ihm genutzten Wohnung in der Lützner Straße im Leipziger Westen zu Tode geprügelt. Die vier Täter, die im gleichen Haus wohnten und zwischen 15 und 19 Jahren alt waren, hatten Klaus R. zuvor über mehrere Tage hin gequält und erniedrigt. Das nachfolgende Gerichtsverfahren am Leipziger Landgericht im Jahr 1995 führte zwar zu einer Verurteilung der jugendlichen Täter wegen versuchten Totschlags und schwerer Körperverletzung – die Bedeutung der sozialdarwinistischen Motive bei dem verübten Mord wurde jedoch nicht berücksichtigt. Damit steht eine offizielle Anerkennung von Klaus R. als Todesopfer rechter Gewalt bis heute aus. Er wurde 43 Jahre alt.

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27.05. Gedenkkundgebung – Kein Vergessen: In Erinnerung an André K. und alle anderen Opfer rechter Gewalt.

Gedenkkundgebung am Mittwoch, 27.05.2026, Start: 17:00 Uhr, Südbahnhof Oschatz. Gerne können Blumen und Kerzen mitgebracht werden.

Das Oschatzer Bündnis für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz, das Soziokulturelle Zentrum E-Werk, die Evangelische Kirchengemeinde Oschatz und SUPPORT Sachsen
laden gemeinsam zu einer Gedenkkundgebung am Südbahnhof Oschatz ein.

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Kurzbericht vom Gedenken an Bernd G.

Wir spiegeln hier den Kurzbericht zum Gedenken an Bernd G. in Leipzig Wahren der Gruppe alea:

Am 8.5.2026 gedachten Antifaschist:innen der Ermordung Bernd Grigols vor dreißig Jahren. Er wurde von drei Neonazis auf brutalste Art umgebracht. Das Gedenken fand auf dem Pater-Aurelius-Platz in Leipzig–Wahren statt. Nach dem Verlesen eines Redebeitrages wurden in der nähreren Umgebung Plakate, die über die Tat informieren, angebracht. Anschließend wurden in der Gottlaßstraße, wo von Antifaschist:innen vor ein paar Jahren eine Gedenkplakette angebracht worden war, Blumen niedergelegt und die Plakette von einem Tag gereinigt.

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Kundgebung: Beugehaft und Hausdurchsuchungen – Antifa bleibt unbeugsam

Antifa-Ost-Komplex: Als „Zeuge“ vom Gericht vorgeladen, in Handschellen wieder rausKundgebungDiese Woche Mittwoch sollte ein Antifaschist im Antifa-Ost-Komplex in Dresden als „Zeuge“ gegen sieben Antifaschist*innen aussagen. Der Antifaschist, nennen wir ihn „Arthur“, wurde im Antifa Ost – Verfahren im Mai 2023 in Dresden zusammen mit drei weiteren Antifaschist*innen schuldig gesprochen, eine angebliche „kriminelle Vereinigung Antifa Ost“ unterstützt zu haben.
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Der letzten Reihe auf der Spur – 10 Jahre nach dem Neonaziüberfall in Connewitz

Als am 11. Januar 2016 Legida, der Pegida-Ableger, im Stadtzentrum seinen ersten Jahrestag feierte, unter anderem mit einem Auftritt von „Kategorie C“-Sänger Hannes Ostendorf, verübten Neonazis und rechte Schläger im Stadtteil Connewitz einen der größten Übergriffe der vergangenen Jahre in Leipzig. 250 bis 300 Neonazis aus der Region, Sachsen und teilweise anderen Bundesländern griffen im Leipziger Süden Menschen und Geschäfte an.

Neben Pyrotechnik mit erheblicher Sprengwirkung wurden bei der Verhaftung der Neonazis Messer, Totschläger, Holzlatten mit Nägeln, Äxte und Quarzhandschuhe gefunden. Es entstand ein Sachschaden von über 100.000 Euro und unzählige psychische Folgen für Menschen, die dort lebten, sich zu diesem Zeitpunkt in Kneipen und Läden auf der Wolfgang-Heinze-Straße aufhielten und zum Ziel des Neonazi-Angriffs wurden. 215 Neonazis wurden noch am Abend von der Polizei festgesetzt, ein nicht unbedeutender Teil entkam.

“Das Einzige, was ich bedauere ist, heute keine 9 mm dabei zu haben.”

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10 Jahre nach dem Neonazi-Angriff auf Connewitz

Am 11. Januar 2016 überfielen rund 250-300 Neonazis den Stadtteil Connewitz. Mit Eisenstangen, Holzlatten, Teleskopschlagstöcken, Pyrotechnik, CS-Gas, Pfefferspray und Äxten bewaffnet griffen sie vor allem auf der Wolfgang-Heinze-Straße Passant*innen und Geschäfte an. Es entstand ein Sachschaden von mindestens 113.000€. Der Angriff war koordiniert und vorbereitet und brachte Neonazis aus verschiedenen Kontexten zusammen. Die juristische Aufarbeitung des Angriffs verlief äußerst schleppend, eine wirkliche Aufklärung der organisierenden Neonazistrukturen hinter dem Angriff blieb aus.

Zehn Jahre nach dem Überfall wollen wir mit vielen verschiedenen Akteur*innen und Personen zurückschauen: Was ist passiert? In welchem Kontext fand der Neonazi-Angriff statt? Wer waren die Täter? Wie haben die Betroffenen in Connewitz den Angriff erlebt? Wie lief die juristische (Nicht-)Aufarbeitung? Welche Solidarität hat es danach gegeben?

Wir wollen gemeinsam zurückblicken und ins Gedächtnis rufen, dass es auch 2026 weiterhin wichtig ist sich mit dem Angriff  und den dahinter stehenden Neonazistrukturen zu beschäftigen. Daher wird es einen Tag nach der Veranstaltung im UT-Connewitz, den 12. Januar 2026, eine Demonstration aus Connewitz heraus geben, die sich auf Spurensuche begibt.

Wann: Sonntag, 11.01.2026 | 19:00 Uhr
Einlass: 18:45 Uhr
Wo: UT Connewitz | Wolfgang-Heinze-Straße 12 a, 04277 Leipzig

Ausschlussklausel: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien und/oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, verschwörungsideologische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Veranstaltende Gruppen: chronik.LE, Roter Stern Leipzig, Projekt- und Abgeordnetenbüro linXXnet, Rassismus toetet! Leipzig