Als am 11. Januar 2016 Legida, der Pegida-Ableger, im Stadtzentrum seinen ersten Jahrestag feierte, unter anderem mit einem Auftritt von „Kategorie C“-Sänger Hannes Ostendorf, verübten Neonazis und rechte Schläger im Stadtteil Connewitz einen der größten Übergriffe der vergangenen Jahre in Leipzig. 250 bis 300 Neonazis aus der Region, Sachsen und teilweise anderen Bundesländern griffen im Leipziger Süden Menschen und Geschäfte an.
Neben Pyrotechnik mit erheblicher Sprengwirkung wurden bei der Verhaftung der Neonazis Messer, Totschläger, Holzlatten mit Nägeln, Äxte und Quarzhandschuhe gefunden. Es entstand ein Sachschaden von über 100.000 Euro und unzählige psychische Folgen für Menschen, die dort lebten, sich zu diesem Zeitpunkt in Kneipen und Läden auf der Wolfgang-Heinze-Straße aufhielten und zum Ziel des Neonazi-Angriffs wurden. 215 Neonazis wurden noch am Abend von der Polizei festgesetzt, ein nicht unbedeutender Teil entkam.
“Das Einzige, was ich bedauere ist, heute keine 9 mm dabei zu haben.”
