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Keine Ruhe für Hoyerswerda!

Keine Ruhe für Hoyerswerda!Gegen rassistische Zustände!

Im September 1991 fliegen Flaschen und Steine gegen die Unterkünfte von Vertragsarbeiter_innen und Asylsuchenden im sächsischen Hoyerswerda. Eine Mob belagert über 5 Tage das Wohnheim und attackiert es diverse Male unter rassistische Parolen. Nach einigen Tagen werden die Betroffenen evakuiert und Nazis rühmen Hoyerswerda als “erste ausländerfreie Stadt” Deutschlands.

Die Stadt setzte alles daran die Demo und die antifaschistischen Gedenkveranstaltungen zum 20. Jahtestages des Pohroms zu behindern, u.a. durch Raumabsagen, Auflagen und Routenänderungen. Hoyerswerdas Oberbürgermeister setzte die Antifas mit Nazis gleich und behauptete die Ereignisse von 1991 seien kein Pogrom gewesen. Rund 40 Neonazis störten die Gedenkminute vor der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft. Antifasschist_innen, die sich die Hand vor’s Geisicht hielten, um von den Rechten nicht fotografiert zu werden, haben nun Strafbefehle wegen Vermummung erhalten. Außerdem wurden drei ehemalige Betroffene des Pogroms erneut bedroht und beleidigt.

Am 30. August kam es zu einem Angriff und Bedrohungen gegen Mitglieder der Linksjugend [solid.]

Für ein Denkmal und die Entschädigung der Betroffenen des Pogroms von 1991!   –   Für die Einstellung der Verfahren gegen die betroffenen Antifaschist_innen!

 

Aufruf  lesen | FACEBOOK-VERANSTALTUNG (ladet Leute ein)

 

Eine gemeinsame Aktion der Initiativen “Pogrom 91″ und “Rassismus tötet!”

Demo: 22. Sept. 2012 | Hoyerswerda
14.00 Uhr | Bahnhofsvorplatz

Video-Kundgebungen: 17. Sept. 2012 | überregional
–> Organisiert Videokundgebungen und/oder Filmabende in eurer Region. Material gibt es demnächst unter www.rassimus-toetet.de
Berlin: Freidrichshain:
20.00 Uhr | Boxhagener Platz //  Wedding: 20:00 Uhr | Leopoldplatz
Dresden: 17.09 2012| 15-19 uhr | Altmarktgalerie | uradresden.noblogs.org

Anreise zur Demo:
Zug: Berlin: Ostbahnhof – Treff: 10.15 Uhr / Abfahrt: 10.44 Uhr

  • Hintergrundinfos zum Pogrom 1991 in Hoyerswerda

 

  • Texte:

Interviews
mit dem Uwe-Karsten Heye: “Als aus Parolen Brandsätze wurden”
mit zwei Asylbewerbern von 1991: “Viele habe ich erkannt”

  • Filme:

Kurz-Doku
“Viele habe ich erkannt” (BRD / 1992 / 25 min)
Produktion.: autofocus Videowerkstatt Realisation: Helmut Dietrich, Julia Oelkers, Lars Maibaum
Ansehen >>>

“Das Hoyerswerda Syndrom” (Fr / 1996 / 52 min)
Mogniss H. Abdallah, Yonas Endrias
Ansehen >>>

 

20 Jahre Hoyerswerda
– 20 Jahre Hoyerswerda – Was hat sich seitdem verändert (Cosmo TV) Ansehen >>>
– Vor 20 Jahren Ausländerfeindliche Übergriffe in Hoyerswerda (MDR) Ansehen >>>

Video-Schnipsel
– Pogrom von Hoyerswerda und die Aslydebatte (ZDF) Ansehen >>>
– Ausschnitt aus “Nach Hitler Radikale Rechte rüsten auf” (ARD) Ansehen >>>
– Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen und die CDU (ARD) Ansehen >>>

 

  • Audios:

– Vor 20 Jahren – rassistisches Pogrom in Hoyerswerda (08.08.2012, Freies Radio) Anhören >>>
– Hoyerswerda, alles wie immer – Pogrom91 (12.09.2012, Radio Corax) Anhören >>>

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Alltagsrassismus und Rechtsdurchsetzung

Info-Veranstaltung

Alltagsrassismus und Rechtsdurchsetzung am Beispiel diskriminierender Einlasskontrollen an Leipziger Clubs

Das  Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz soll Benachteiligungen auf Grund  eines diskriminierenden Merkmals im Arbeitsleben und allgemeinen  Zivilrechtsverkehr verhindern und beseitigen. Die Theorie geht: Werde  ich diskriminiert, kann ich vor Gericht gehen und setze mein Recht  durch.

Am konkreten Beispiel der Erfahrungen zum Thema rassistischer  Einlasskontrollen in Leipzig geben Daniel Bartel  (Antidiskriminierungsbüro Sachsen) und Jakob Simon (Rechtsanwalt) ein  Einblick in die Praxis: Welche Möglichkeiten und welche Probleme  entstehen, wenn Rassismus vor Gericht verhandelt wird?
Eine Vortragsreihe der Kritischen Jurist_innen Leipzig

27.09.2012, 19:00 Uhr, Seminarraum 210 (Uni Campus), Leipzig

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Veranstaltung: Shice auf die Szene? – Neonazis im HipHop

Am 11.September um 20Uhr im Fischladen (Wolfgang-Heinze-Straße 22)

Die Öffnung der rechten Szene für Einflüsse aus fremden Subkulturen hat zu einer Erweiterung ihres Betätigungsfeldes geführt. Neonazis haben erkannt, dass der Anschluss an Jugendliche nicht mehr allein durch klassischen Rechtsrock und der Aussicht auf politische Aktionen funktionieren kann. Durch den strategischen Zugriff auf fast alle Sparten subkultureller Szenen erhofft man sich einen Zugewinn neuer Sympathisant_Innen. So wie sich im Hardcore der NSHC und im Metal der NSBM etablierte, kommt es nun zu einer eigenen NS-HipHop-Szene.

Während der Veranstaltung werden ausgewählte rechte und neonazistische HipHop-Projekte vorgestellt. Weiterhin wird der Frage nachgegangen, worin die Anknüpfungspunkte für die Neonazis bestehen könnten.

Referent_innen: North-East Antifascists [NEA]

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11.September 2012: Shice auf die Szene? – Neonazis im HipHop

Am 11.September um 20Uhr im Fischladen (Wolfgang-Heinze-Straße 22)

Die Öffnung der rechten Szene für Einflüsse aus fremden Subkulturen hat zu einer Erweiterung ihres Betätigungsfeldes geführt. Neonazis haben erkannt, dass der Anschluss an Jugendliche nicht mehr allein durch klassischen Rechtsrock und der Aussicht auf politische Aktionen funktionieren kann. Durch den strategischen Zugriff auf fast alle Sparten subkultureller Szenen erhofft man sich einen Zugewinn neuer Sympathisant_Innen. So wie sich im Hardcore der NSHC und im Metal der NSBM etablierte, kommt es nun zu einer eigenen NS-HipHop-Szene.

Während der Veranstaltung werden ausgewählte rechte und neonazistische HipHop-Projekte vorgestellt. Weiterhin wird der Frage nachgegangen, worin die Anknüpfungspunkte für die Neonazis bestehen könnten.

Referent_innen: North-East Antifascists [NEA]

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6.September 2012: Motiv „Penner klatschen“ – Über Obdachlosen-Feindlichkeit

Veranstaltung: Motiv „Penner klatschen“ – Über Obdachlosen-Feindlichkeit am  6.9.2012 um 19Uhr im Interkulturellen Konversationscafé (Emilienstraße 17)

Obdachlose sind die vergessenen Opfer der Gesellschaft. Sie werden von Staat und Gesellschaft ausgegrenzt und auf der Straße angegriffen. Rechte Täter_Innen praktizieren gegen obdachlose Menschen einen Sozialdarwinismus der Tat, der durch einen Sozialdarwinismus des Wortes vorbereitet wird. Die Mörder_Innen eines Obdachlosen 2000 in Ahlbeck waren der Meinung, dass „Asoziale und Landstreicher hätten im schönen Ahlbeck nichts zu suchen“. Die Mörder_Innen eines Obdachlosen in Greifswald gaben an, ihre Opfer angegriffen zu haben, weil „so einer … dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegt“. Offenbar steht die Gewalt gegen Obdachlose und sozial Schwache im unmittelbaren Zusammenhang mit gesellschaftlichen Klima und der kapitalistischen Maxime von der Verwertbarkeit der Menschen. Das brutale Ergebnis sind nach unterschiedlichen Statistiken von 33 bis zu über 100 ermordete Obdachlose seit 1990.

Und auch in Leipzig und Sachsen ist das Thema virulent: In Leipzig prügelte ein 18-jähriger Neonazis im August zwanzig Mal auf den obdachlosen Karl-Heinz Teichmann, der auf eine Parkbank am Schwanenteich lag, ein und schrie dabei „Du hast hier nicht zu pennen!“. Teichmann starb am 6.9.2008 an den Folgen der Mißhandlung. Knapp drei Jahre später traf es Andre K. in Oschatz. Der 50-jährige Obdachlose wurde von einer Gruppe getreten und geschlagen und starb am 1.6.2011 infolge dieses Gewaltaktes.

Der Vortrag soll versuchen die Gewalt gegen sozial Benachteiligte in ihrer unterschiedlichen Form darzustellen, zu analysieren und die Ursachen zu benennen.

Referent: Lucius Teidelbaum, Historiker, Betreiber des Blogs

berberinfo.blogsport.de


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Veranstaltung: Motiv „Penner klatschen“

Veranstaltung: Motiv „Penner klatschen“ – Über Obdachlosen-Feindlichkeit am  6.9.2012 um 19Uhr im Interkulturellen Konversationscafé (Emilienstraße 17)

Obdachlose sind die vergessenen Opfer der Gesellschaft. Sie werden von Staat und Gesellschaft ausgegrenzt und auf der Straße angegriffen. Rechte Täter_Innen praktizieren gegen obdachlose Menschen einen Sozialdarwinismus der Tat, der durch einen Sozialdarwinismus des Wortes vorbereitet wird. Die Mörder_Innen eines Obdachlosen 2000 in Ahlbeck waren der Meinung, dass „Asoziale und Landstreicher hätten im schönen Ahlbeck nichts zu suchen“. Die Mörder_Innen eines Obdachlosen in Greifswald gaben an, ihre Opfer angegriffen zu haben, weil „so einer … dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegt“. Offenbar steht die Gewalt gegen Obdachlose und sozial Schwache im unmittelbaren Zusammenhang mit gesellschaftlichen Klima und der kapitalistischen Maxime von der Verwertbarkeit der Menschen. Das brutale Ergebnis sind nach unterschiedlichen Statistiken von 33 bis zu über 100 ermordete Obdachlose seit 1990.

Und auch in Leipzig und Sachsen ist das Thema virulent: In Leipzig prügelte ein 18-jähriger Neonazis im August zwanzig Mal auf den obdachlosen Karl-Heinz Teichmann, der auf eine Parkbank am Schwanenteich lag, ein und schrie dabei „Du hast hier nicht zu pennen!“. Teichmann starb am 6.9.2008 an den Folgen der Mißhandlung. Knapp drei Jahre später traf es Andre K. in Oschatz. Der 50-jährige Obdachlose wurde von einer Gruppe getreten und geschlagen und starb am 1.6.2011 infolge dieses Gewaltaktes.

Der Vortrag soll versuchen die Gewalt gegen sozial Benachteiligte in ihrer unterschiedlichen Form darzustellen, zu analysieren und die Ursachen zu benennen.

Referent: Lucius Teidelbaum, Historiker, Betreiber des Blogs

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Hinweis auf eine Veranstaltung: „Pogrom reloaded?“

Wir möchten euch auf eine Veranstaltung im Rahmen des Antifa-Café aufmerksam machen. Am kommenden Mittwoch den 15.8. 2012 findet um 19Uhr ein Vortrag in der B12 (Braustraße 20, Südvorstadt) zu folgendem Thema statt:

Pogrom reloaded?
Der Moscheebaukonflikt in Berlin-Heinersdorf und die Schnittmengen anti-muslimischer Einstellungsmuster vor dem Hintergrund ökonomischer und identitätsbezogener Krisen. Als im Jahr 2006 im Berliner Nordosten bekannt wurde, dass die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde beabsichtige eine Moschee im Ortsteil Heinersdorf zu bauen, löste dies eine breite Welle des Protestes aus. Das Dorf sollte in den Folgejahren zum Schauplatz eines propagierten „Kulturkampfes“ werden- und fast alle, Parteien, prominente Einzelpersonen sowie selbsternannte „Kreuzritter“ und Kameradschaften, waren dabei, den Stadtteil vor der vermeintlichen „Islamisierung“ zu schützen. Die Veranstaltung beleuchtet den Moscheebaukonflikt und untersucht, inwieweit Rassismus mehr als 15 Jahre nach den Ereignissen in Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen über die politischen Lager hinweg mobilisieren kann.

Referent_innen: North East Antifascists

 

 

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Veranstaltung zu Rostock-Lichtenhagen

Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen – 20 Jahre danach.
Bild- und Film-Vortrag der Kampagne “Rassismus tötet!”

Rostock-Lichtenhagen, August 1992: Über mehrere Tage wütet ein rassistischer Mob aus „braven“ Deutschen und organisierten Neonazis gegen die Zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge und ein Wohnheim ehemaliger vietnamesischer DDR-Vertragsarbeiter_innen. Steine und Molotov Cocktails flogen – das es in diesen Tagen keine Toten gab, war pures Glück. Der Staat ließ die Brandstifter gewähren.

Zynisch nutzten die großen Volksparteien das Pogrom, um die lang diskutierte Änderung des Artikels 16 zu vollziehen. Kurz gesagt: Die Abschaffung des Grundrechts auf Asyl.

Lichtenhagen ist nicht bloß die Verkettung von Ereignissen oder das Resultat einer rassistischen Debatte, sondern ein inszeniertes Fanal – ausgeführt vom Mob und ermöglicht durch strategische Absprachen der Verantwortlichen auf Lokal- und Bundesebene. Der Staat öffnete damals seine Schleusen nach rechts um die Verfassungsänderung zu bewirken. Die jährlichen 7.917 Abschiebungen aus Deutschland können darum von den Ereignissen 1992/1993 nicht losgelöst betrachtet werden.

“Wo steht die deutsche Gesellschaft heute, 20 Jahre nach Rostock?” Eine Antwort bleibt meist aus. In Anbetracht der Allgegenwärtigkeit von NSU- und “Sarrazin-Debatte” und des Jahrestages von Rostock fällt es schwer den Überblick zu behalten angesichts der Hetze und der vielen Toten.

In der Veranstaltung zeichnen wir die Ereignisse 1992 und deren gesellschaftliche Rahmenbedingungen nach (mit Bild- und Filmmaterial aus den 90ern). Gleichzeitig werden Parallelen, Unterschiede und Strategiewechsel des rassistischen Diskurses herausgearbeitet.

Am 21.8.2012 um 19Uhr, Interkulturelles Konversationscafe, Emilienstraße 17

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Anreise nach Rostock zur Demonstration

Für die Fahrt nach Rostock zur Demonstration „20 Jahre nach den Pogromen – Das Problem heißt Rassismus“ gibt es aus Leipzig 2 Busse. Tickets gibt es ab heute wieder im El Libro zu kaufen. Die Tickets kosten 12,50 Euro, ihr könnt auch schon eure vorbestellten Karten abholen. Kauft eure Karten wie schon beim 1. Bus bitte rechtzeitig, damit bei noch größerer Nachfrage weiter geplant werden kann.

Alle weiteren Informationen zur Anreise aus Leipzig erfahrt ihr auf: http://antifaschistischreisen.blogsport.de/

Am 21.8.2012 gibt es in Leipzig auch noch einen sehr spannenden Vortrag zu Rostock-Lichtenhagen. Hier die Ankündigung.

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03. September 2012: Viele habe ich erkannt

03. September 2012, 20 Uhr, Bäckerei, Josephstraße 12

Titel: Viele habe ich erkannt
Manuell Alexandre Nhacutou war ehemaliger Vertragsarbeiter in der DDR. Bis 1991 arbeitete der in Hoyerswerda. In der Art eines Gedächnisprotokolls schildert Manuell Alexandre die Erfahrungen während des Pogroms in Hoyerswrda, so wie seine Alltagserfahrungen davor.