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Veranstaltung: Motiv „Penner klatschen“

Veranstaltung: Motiv „Penner klatschen“ – Über Obdachlosen-Feindlichkeit am  6.9.2012 um 19Uhr im Interkulturellen Konversationscafé (Emilienstraße 17)

Obdachlose sind die vergessenen Opfer der Gesellschaft. Sie werden von Staat und Gesellschaft ausgegrenzt und auf der Straße angegriffen. Rechte Täter_Innen praktizieren gegen obdachlose Menschen einen Sozialdarwinismus der Tat, der durch einen Sozialdarwinismus des Wortes vorbereitet wird. Die Mörder_Innen eines Obdachlosen 2000 in Ahlbeck waren der Meinung, dass „Asoziale und Landstreicher hätten im schönen Ahlbeck nichts zu suchen“. Die Mörder_Innen eines Obdachlosen in Greifswald gaben an, ihre Opfer angegriffen zu haben, weil „so einer … dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegt“. Offenbar steht die Gewalt gegen Obdachlose und sozial Schwache im unmittelbaren Zusammenhang mit gesellschaftlichen Klima und der kapitalistischen Maxime von der Verwertbarkeit der Menschen. Das brutale Ergebnis sind nach unterschiedlichen Statistiken von 33 bis zu über 100 ermordete Obdachlose seit 1990.

Und auch in Leipzig und Sachsen ist das Thema virulent: In Leipzig prügelte ein 18-jähriger Neonazis im August zwanzig Mal auf den obdachlosen Karl-Heinz Teichmann, der auf eine Parkbank am Schwanenteich lag, ein und schrie dabei „Du hast hier nicht zu pennen!“. Teichmann starb am 6.9.2008 an den Folgen der Mißhandlung. Knapp drei Jahre später traf es Andre K. in Oschatz. Der 50-jährige Obdachlose wurde von einer Gruppe getreten und geschlagen und starb am 1.6.2011 infolge dieses Gewaltaktes.

Der Vortrag soll versuchen die Gewalt gegen sozial Benachteiligte in ihrer unterschiedlichen Form darzustellen, zu analysieren und die Ursachen zu benennen.

Referent: Lucius Teidelbaum, Historiker, Betreiber des Blogs

berberinfo.blogsport.de


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Hinweis auf eine Veranstaltung: „Pogrom reloaded?“

Wir möchten euch auf eine Veranstaltung im Rahmen des Antifa-Café aufmerksam machen. Am kommenden Mittwoch den 15.8. 2012 findet um 19Uhr ein Vortrag in der B12 (Braustraße 20, Südvorstadt) zu folgendem Thema statt:

Pogrom reloaded?
Der Moscheebaukonflikt in Berlin-Heinersdorf und die Schnittmengen anti-muslimischer Einstellungsmuster vor dem Hintergrund ökonomischer und identitätsbezogener Krisen. Als im Jahr 2006 im Berliner Nordosten bekannt wurde, dass die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde beabsichtige eine Moschee im Ortsteil Heinersdorf zu bauen, löste dies eine breite Welle des Protestes aus. Das Dorf sollte in den Folgejahren zum Schauplatz eines propagierten „Kulturkampfes“ werden- und fast alle, Parteien, prominente Einzelpersonen sowie selbsternannte „Kreuzritter“ und Kameradschaften, waren dabei, den Stadtteil vor der vermeintlichen „Islamisierung“ zu schützen. Die Veranstaltung beleuchtet den Moscheebaukonflikt und untersucht, inwieweit Rassismus mehr als 15 Jahre nach den Ereignissen in Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen über die politischen Lager hinweg mobilisieren kann.

Referent_innen: North East Antifascists

 

 

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Veranstaltung zu Rostock-Lichtenhagen

Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen – 20 Jahre danach.
Bild- und Film-Vortrag der Kampagne “Rassismus tötet!”

Rostock-Lichtenhagen, August 1992: Über mehrere Tage wütet ein rassistischer Mob aus „braven“ Deutschen und organisierten Neonazis gegen die Zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge und ein Wohnheim ehemaliger vietnamesischer DDR-Vertragsarbeiter_innen. Steine und Molotov Cocktails flogen – das es in diesen Tagen keine Toten gab, war pures Glück. Der Staat ließ die Brandstifter gewähren.

Zynisch nutzten die großen Volksparteien das Pogrom, um die lang diskutierte Änderung des Artikels 16 zu vollziehen. Kurz gesagt: Die Abschaffung des Grundrechts auf Asyl.

Lichtenhagen ist nicht bloß die Verkettung von Ereignissen oder das Resultat einer rassistischen Debatte, sondern ein inszeniertes Fanal – ausgeführt vom Mob und ermöglicht durch strategische Absprachen der Verantwortlichen auf Lokal- und Bundesebene. Der Staat öffnete damals seine Schleusen nach rechts um die Verfassungsänderung zu bewirken. Die jährlichen 7.917 Abschiebungen aus Deutschland können darum von den Ereignissen 1992/1993 nicht losgelöst betrachtet werden.

“Wo steht die deutsche Gesellschaft heute, 20 Jahre nach Rostock?” Eine Antwort bleibt meist aus. In Anbetracht der Allgegenwärtigkeit von NSU- und “Sarrazin-Debatte” und des Jahrestages von Rostock fällt es schwer den Überblick zu behalten angesichts der Hetze und der vielen Toten.

In der Veranstaltung zeichnen wir die Ereignisse 1992 und deren gesellschaftliche Rahmenbedingungen nach (mit Bild- und Filmmaterial aus den 90ern). Gleichzeitig werden Parallelen, Unterschiede und Strategiewechsel des rassistischen Diskurses herausgearbeitet.

Am 21.8.2012 um 19Uhr, Interkulturelles Konversationscafe, Emilienstraße 17

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Anreise nach Rostock zur Demonstration

Für die Fahrt nach Rostock zur Demonstration „20 Jahre nach den Pogromen – Das Problem heißt Rassismus“ gibt es aus Leipzig 2 Busse. Tickets gibt es ab heute wieder im El Libro zu kaufen. Die Tickets kosten 12,50 Euro, ihr könnt auch schon eure vorbestellten Karten abholen. Kauft eure Karten wie schon beim 1. Bus bitte rechtzeitig, damit bei noch größerer Nachfrage weiter geplant werden kann.

Alle weiteren Informationen zur Anreise aus Leipzig erfahrt ihr auf: http://antifaschistischreisen.blogsport.de/

Am 21.8.2012 gibt es in Leipzig auch noch einen sehr spannenden Vortrag zu Rostock-Lichtenhagen. Hier die Ankündigung.

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03. September 2012: Viele habe ich erkannt

03. September 2012, 20 Uhr, Bäckerei, Josephstraße 12

Titel: Viele habe ich erkannt
Manuell Alexandre Nhacutou war ehemaliger Vertragsarbeiter in der DDR. Bis 1991 arbeitete der in Hoyerswerda. In der Art eines Gedächnisprotokolls schildert Manuell Alexandre die Erfahrungen während des Pogroms in Hoyerswrda, so wie seine Alltagserfahrungen davor.

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09. August 2012: The truth lies in Rostock

09. August 2012, 20 Uhr, G16, Gießerstr. 16
Titel:    The truth lies in Rostock
Die Doku von 1993 gibt einen detaillierten Überblick über die Geschehnisse der Pogromtage in Rostock-Lichtenhagen, ihre Auswirkungen von der „Evakuierung“ der Flüchtlinge und ehemaligen VertragsarbeiterInnen bis hin zur Debatte um die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl.

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Videos von unserer Kundgebung

Wir reichen hiermit die Videos von unserer Kundgebung nach und haben noch mal neue Informationen zur Filmreihe für euch.

Einen Film konnten wir wegen technischen Problemen nicht bis zu Ende zeigen, netterweise haben jedoch die Menschen von „Alerta Sachsen“ unsere Filme hochgeladen (lohnt sich auch mal die andere Filme auf dem Channel anzusehen). Also wie versprochen, die Filme der Kundgebung:

Es gibt neu Informationen zu unserer Fimreihe (schaut doch mal wieder nach) und in der nächsten Woche solltet ihr nach diesen Flyer Ausschau halten, damit ihr keine Veranstaltung verpasst:

     

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25. August 2012: Bundesweite Demonstration in Rostock

Sa. 25.Aug., Rostock: Bundesweite Demo im Gedenken an die Pogrome von Lichtenhagen
11.00 Uhr, Kundgebung im Stadtzentrum
14.00 Uhr, Demo, S-Bahn, Lütten Klein

Weitere Infos auf: www.rassismus-toetet.de

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Hier findet ihr alle aktuellen Informationen von uns: KLICKEN

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25. August 2012: Bundesweite Demonstration in Rostock

Sa. 25.Aug., Rostock: Bundesweite Demo im Gedenken an die Pogrome von Lichtenhagen
11.00 Uhr, Kundgebung im Stadtzentrum
14.00 Uhr, Demo, S-Bahn, Lütten Klein