{"id":557,"date":"2012-10-29T19:34:24","date_gmt":"2012-10-29T17:34:24","guid":{"rendered":"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\/?p=557"},"modified":"2013-10-09T16:14:01","modified_gmt":"2013-10-09T14:14:01","slug":"resolution-des-initiativkreises-antirassismus-leipzig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rassismus-toetet-leipzig.org\/index.php\/resolution-des-initiativkreises-antirassismus-leipzig\/","title":{"rendered":"Resolution des Initiativkreises Antirassismus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Keine Ruhe f\u00fcr Leipzig-Wahren!<\/strong><strong> &#8211; Den Kampf gegen Rassismus auf allen Ebenen f\u00fchren!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Resolution des Initiativkreises Antirassismus Leipzig, organisiert in der bundesweiten Kampagne \u201c<a href=\"http:\/\/rassismus-toetet.de\/\">Rassismus t\u00f6tet!<\/a>\u201d Mehr als 1500 Antirassistinnen und Antirassisten folgten am Samstag dem \u00fcberregionalen Aufruf zu einer Demonstration in Leipzig. Der Vorbereitungskreis bewertet dies als gro\u00dfen Erfolg: Die Demonstration erinnerte an Kamal K., der vor zwei Jahren von zwei Neonazis vor dem Leipziger Hauptbahnhof ermordet worden ist. Sie erinnerte daran, dass ein rassistisches Tatmotiv durch Ermittlungsbeh\u00f6rden und einige Medien, bis fast zum Schluss aber auch durch das Gericht, nicht in Betracht gezogen, dethematisiert oder komplett geleugnet worden ist. Sie erinnerte daran, dass es sich um keinen Einzelfall handelt: Sechs Menschen wurden in Leipzig seit 1990 durch Rechte ermordet \u2013 bundesweit gab es seitdem 183 solcher Taten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rassismus t\u00f6tet! Das zeigen all diese Taten. Sie sind ein besonders drastischer Ausdruck des Rassismus in diesem Land. Drastisch auch deswegen, weil Rassismus noch posthum waltet und die meisten F\u00e4lle in keiner offiziellen Statistik auftauchen. Wir wollen den Opfern des Rassismus in Deutschland einen Namen und ein Gesicht geben. Wir werden sie nicht vergessen \u2013 und wir werden nicht vergessen, warum und von wem sie ermordet wurden. Das ist das Mindeste!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu geh\u00f6rt die Einsicht, dass Rassismus nicht dort beginnt, wo Migrantinnen und Migranten um ihr Leben f\u00fcrchten m\u00fcssen. Rassismus hei\u00dft, dass so genannte \u201cFremde\u201d in Deutschland auf eine geschlossene Gesellschaft treffen. Dass sie keine Rechte haben. Dass ein Grundrecht auf Asyl hier nicht existiert. Und dass sich Asylsuchende endlos schikanieren lassen m\u00fcssen durch Beh\u00f6rden und vor allem die Polizei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Deutschland redet man nicht mit Migrantinnen und Migranten, sondern man redet \u00fcber sie. Wenn man um \u00fcber sie redet, dann, um \u00fcber sie zu richten. Das ist der allt\u00e4gliche Rassismus. Er wird nicht von selbst vergehen, und so bleibt es unsere Aufgabe, sich Rassistinnen und Rassisten entschlossen in den Weg zu stellen \u2013 immer und \u00fcberall.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht immer und \u00fcberall tritt Rassismus aber so auf, wie es jetzt im Leipziger Stadtteil Wahren passiert. Dort wehren sich Anwohnerinnen und Anwohner gegen die Er\u00f6ffnung einer dezentralen Unterkunft f\u00fcr Asylsuchende. Seit Monaten agiert vor Ort eine so genannte \u201cB\u00fcrgerinitiative\u201d. Sie m\u00f6chte nicht rassistisch genannt werden. Aber so genannte \u201cAusl\u00e4nder\u201d \u2013 die m\u00f6chte man in Wahren noch weniger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am kommenden Donnerstag wird die NPD eine rassistische Kundgebung im Stadtteil Wahren abhalten, genau vor der Unterkunft der Asylsuchenden. Die so genannte \u201cB\u00fcrgerinitiative\u201d aus Wahren distanziert sich auf originelle Weise davon, denn sie f\u00fcrchtet Gewalt durch \u201cLinksextremisten\u201d. Und sie meint, dass sich all ihre Warnungen nun best\u00e4tigen w\u00fcrden \u2013 hat man erstmal \u201cFremde\u201d im eigenen Viertel, sei es mit der Ruhe aus. Die Asylsuchenden \u2013 so der Tenor \u2013 h\u00e4tten Schuld daran, dass sich nun auch Nazis einmischen wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So reden Menschen, die nicht nur bereit sind, eine Minderheit zu verfolgen. Sondern die so weit gehen, dieser Minderheit auch noch anzulasten, dass sie verfolgt wird. Genau so reden die Brandstifter*innen in Wahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die NPD kommt also am Donnerstag nach Leipzig, weil sie eine rassistische Partei ist und in Deutschland immer damit rechnen kann, auf irgendwelche Gleichgesinnte zu treffen. In den Stadtteil Wahren kommt die NPD aber gerade deshalb, weil die so genannte \u201cB\u00fcrgerinitiative\u201d dort seit Monaten eine rassistische Stimmung sch\u00fcrt. Diese \u201cB\u00fcrgerinitiative\u201d in Wahren ist eine rassistische Vereinigung. Es sind die kommenden Brandstifter*innen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere antirassistische Demonstration war gro\u00df, und doch ist sie nur ein kleiner Beitrag f\u00fcr eine Gesellschaft ohne Rassismus und f\u00fcr den Kampf, ohne den sie nicht zu haben ist. Dazu wird es geh\u00f6ren, die Brandstifter*innen in Wahren und ihre Kumpane*innen zu stoppen. Besser fr\u00fch als sp\u00e4t \u2013 und zwar gemeinsam!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zusammen gegen Rassismus k\u00e4mpfen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Keine Ruhe f\u00fcr Leipzig-Wahren! &#8211; Den Kampf gegen Rassismus auf allen Ebenen f\u00fchren! 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