{"id":519,"date":"2012-10-20T20:11:20","date_gmt":"2012-10-20T18:11:20","guid":{"rendered":"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\/?p=519"},"modified":"2012-10-20T20:11:20","modified_gmt":"2012-10-20T18:11:20","slug":"sachsen-npd-plant-antiislam-tour-durch-sachsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rassismus-toetet-leipzig.org\/index.php\/sachsen-npd-plant-antiislam-tour-durch-sachsen\/","title":{"rendered":"Sachsen: NPD plant &#8222;Antiislam-Tour&#8220; durch Sachsen"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Die NPD plant vom 29.10. \u2013 3.11. im Rahmen einer \u201eAntiislam-Tour\u201c verschiedene s\u00e4chsische St\u00e4dte heimzusuchen. Folgende St\u00e4dte sollen aufgesucht werden: Leipzig, Dresden, Chemnitz, Riesa, Plauen, Pirna, Radebeul, Kamenz und Weinb\u00f6hla. Die von der NPD organisierte \u201eAktionswoche\u201c soll nach Angaben der Partei vom Freitag am 29. Oktober beginnen und am 3. November mit einer Kundgebung auf dem Mannheimer Platz in Riesa enden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Leipzig werden die Nazis am Donnerstag, den 1. November, erwartet. Die Stadt Leipzig hat die Zeiten und Orte der angemeldeten NPD-Veranstaltungen ver\u00f6ffentlicht. Demnach sollen am 1.11. zwei Kundgebungen stattfinden. Die erste zwischen 15 und 17 Uhr unter dem Motto \u201cEinmal Sachsen und zur\u00fcck \u2013 Asylmissbrauch, \u00dcberfremdung\u201d in Leipzig-Wahren (vorauss. Pittlerstra\u00dfe) und die zweite zwischen 17 und 19 Uhr unter dem Motto \u201cIslamisierung stoppen\u201d im Zentrum- Nord (vorauss. Roscherstra\u00dfe).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Leipzig veruscht die NPD an die <a href=\"https:\/\/www.chronikle.org\/dossier\/gute-nachbarschaft-dezentralen-unterbringung-asylbewerberinnen\">rassistischen B\u00fcrgerInnenproteste<\/a> diesen Jahres anzukn\u00fcpfen (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=U2fvE7pRgYM&amp;feature=plcp\">Video 1<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=epznQ0JaKlY&amp;feature=plcp\">Video 2<\/a>). Seit dem Fr\u00fchjahr 2012 schwelt in Leipzig die Debatte um die Verbesserung der Wohnsituation von Asylsuchenden. Die marode Sammelunterkunft am Stadtrand soll geschlossen und die Migrant*innen in kleinteiligen Wohnh\u00e4usern im gesamten Stadtgebiet verteilt werden. Die Einf\u00fchrung des Konzeptes der dezentralen Unterbringung und die damit einhergehenden Proteste von B\u00fcrger*innen kratzen heftig am vermeintlich &#8222;weltoffenen&#8220; Image der Stadt. Insbesondere von \u201cwohlsituierten\u201d Bewohner*innen der Stadtviertel Wahren und Portitz wurden gegen die Errichtung von Asylunterk\u00fcnften in ihrer Nachbarschaft rassistische Stereotype benutzt, die sich im Lauf der Debatte radikalisierten.<\/p>\n<p>In zahlreichen Briefen und Stadtteilversammlungen agitierte der B\u00fcrger*innenmob gegen die \u201ekriminellen Ausl\u00e4nder\u201c, die Drogen und M\u00fcll ins Viertel bringen und eine Bedrohung f\u00fcr Kinder und Frauen darstellen w\u00fcrden. Zudem w\u00fcrde sich durch Asylsuchende in der Nachbarschaft der Immobilienwert der Grundst\u00fccke vermindern. Wie nicht anders zu erwarten, unterst\u00fctzte die Leipziger CDU die rassistische Argumentationslinie der Kleinb\u00fcrger*innen und begann damit ihren Wahlkampf gegen die SPD-gef\u00fchrte Stadtspitze. Die CDU macht auch jetzt noch weiter Stimmung, so hei\u00dft es aktuell in der <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Politik\/Sachsen\/2012\/10\/Gegen-Asylmissbrauch-CDU-und-NPD-auf-einer-Linie-44450.html\">LIZ<\/a>:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Unterst\u00fctzung bei ihrem Protest erhielten sie damals von der CDU. Hier packt man das Thema zwar gewohnterma\u00dfen verbal etwas sanfter an, meint jedoch letztlich das Gleiche. Hinter vorgehaltener Hand geht es dann gern um sinkende Grundst\u00fcckspreise im Umfeld von Wohnungen f\u00fcr Asylsuchenden, die &#8222;allgemeine Sicherheitslage&#8220;, das Betonen kultureller Unterschiede nimmt zu und die geheime Hoffnung, die Frage der Unterbringung m\u00f6ge im eigenen Viertel aus den Augen aus dem Sinn sein. Gern weit au\u00dferhalb und zentral organisiert.<\/p>\n<p>CDU &#8211; Innenexperte Volker Bandmann teilte ausgerechnet zwei Tage nach Apfels Hassrede im Landtag mit, nach Auffassung seiner Fraktion finde seit Juli ein verst\u00e4rkter Missbrauch des Asylrechts statt. Im Zusammenhang mit dem derzeit sprunghaft ansteigenden Zustrom aus Serbien und Mazedonien bitten die Abgeordnete den Bundesinnenminister alle M\u00f6glichkeiten auszusch\u00f6pfen, um die Asylverfahren z\u00fcgig zu Ende zu bringen. &#8222;Dies geht vor allem zulasten derjenigen, die zu Recht das Asylrecht in unserem Lande beanspruchen&#8220;, so Bandmann. &#8222;Au\u00dferdem d\u00fcrfen wir unsere Kommunen mit dem Problem der Unterbringung jetzt nicht allein lassen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>In Leipzig bereiten sich AntifaschistInnen und <a href=\"http:\/\/leipzignimmtplatz.blogsport.de\/\">Zivilgesellschaft<\/a> darauf vor, den Nazis und anderen RassistInnen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Daher geht es nicht nur um Protest gegen Nazis, sondern auch darum jegliche fremdenfeindliche Denkweise zur\u00fcckzuweisen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Spenden f\u00fcr einen ersten Gedenkort f\u00fcr Opfer rechter Gewalt in Leipzig<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 24.10.2012 j\u00e4hrt sich zum zweite Mal der Tag, an dem Kamal K. in Leipzig von zwei Nazis erstochen wurde. Kamal musste sterben, weil er nicht ins rassistische Weltbild seiner M\u00f6rder passte. Er w\u00e4re im Juli 21 Jahre alt geworden.<\/p>\n<p>Kamal war das sechste Todesopfer rechter Gewalt in Leipzig. Eine ad\u00e4quate Erinnerungskultur f\u00fcr diese und die vielen anderen Menschen, die in der j\u00fcngeren Vergangenheit wegen ihrer Herkunft, ihres Aussehens, ihrer Lebensweise oder ihres sozialen Status physische und psychische Gewalt erfahren mussten, fehlt in Leipzig bisher.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im April 2011 haben engagierte Vereine, Initiativen und Einzelpersonen vor diesem Hintergrund einen Brief an den Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Leipzig gerichtet, mit dem die W\u00fcrdigung der (Todes)Opfer rechter Gewalt in Leipzig angeregt wurde.<\/p>\n<p>Infolge des Briefes wurde eine AG Erinnerungskultur gegr\u00fcndet, die sich f\u00fcr das Anliegen stark macht. Im Ergebnis dessen naht nun die Errichtung eines Gedenkortes f\u00fcr Kamal K. als ein erster Schritt hin zu einer Erinnerungskultur f\u00fcr die von rechter Gewalt Betroffenen in dieser Stadt.<\/p>\n<p>Der Gedenkort f\u00fcr Kamal soll seinen Platz in der Gr\u00fcnanlage vor dem Hauptbahnhof, dem Tatort, finden. Es ist ein Stein, der die Form eines Buches hat und eine Inschrift zur Erinnerung und Mahnung tr\u00e4gt.<br \/>\nNoch in diesem Jahr, voraussichtlich im November, soll der Stein, umrahmt von einer Gedenkaktion, eingeweiht werden.<br \/>\nUm dieses Vorhaben realisieren zu k\u00f6nnen, bedarf es noch finanzieller Mittel. Darum bitten wir auf diesem Wege um Spenden.<br \/>\nAlle Gelder werden f\u00fcr die Herstellung und Errichtung des Gedenkortes und themenbezogene Vorhaben verwendet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Helfen Sie\/ helft mit in Leipzig eine Auseinandersetzung mit dem Problem menschenverachtender Einstellungen und Gewalt zu bef\u00f6rdern und die Opfer und Betroffenen zu w\u00fcrdigen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kontoverbindung:<\/strong><br \/>\nInhaber: RAA Leipzig e.V.<br \/>\nKonto-Nr. 1100520194<br \/>\nBLZ : 860 555 92<br \/>\nSparkasse Leipzig<br \/>\nVerwendungsnachweis: Spende Kamal<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><\/div>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\/\">Never forgive, Never forget \u2013 Remembering means fighting<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Vorbereitungen zur <a href=\"http:\/\/de.indymedia.org\/2012\/10\/335769.shtml\">bundesweiten Demo am 27.10. in Leipzig<\/a> gehen derweil in die letzte Phase. K\u00fcrzlich ist ein <a href=\"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\/index.php\/jingle-und-banner-online\/\">Mobi-Jingle<\/a> entstanden, der gerne verbreitet werden kann. Genauso wie ein <a href=\"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\/index.php\/kurzaufruf-in-verschiedenen-sprachen\/\">Kurzaufruf in unterschiedlichen Sprachen<\/a> (einige weitere Sprachen werden die Tage noch erg\u00e4nzt). In der n\u00e4chsten Woche finden noch Mobiveranstaltungen statt:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mo. 22.10.2012 | Berlin| 19.00 Uhr, Ort hat sich ge\u00e4ndert, wird aber in der n\u00e4he vom BAIZ bleiben<br \/>\nMo 22.10.2012 | Leipzig | 18.30 Uhr | Schuppen, Stockertstr.<br \/>\nDi. 23.10.2012 | G\u00f6ttingen | 21.00 Uhr | Juzi, B\u00fcrgerstra\u00dfe 41 | im Rahmen der Theke <a href=\"http:\/\/asjgoe.blogsport.de\/category\/le-chat-noir\/\">\u201cLe chat noir\u201d <\/a><br \/>\nDi. 23.10.2012 | Postdam | 20.30 Uhr | Black Fleck, Zeppelinstr. 26<\/p>\n<p>Do. 25.10.2012 | Jena | 20.30 Uhr | JG-Stadtmitte, Johannisstra\u00dfe 14<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zugtreffpunkt<\/strong><\/p>\n<p>Berlin: Hauptbahnhof (tief), Gleis 3, Treff: 12.45 Uhr \/ Abfahrt: 13:16\u00a0 Uhr ( RE 4359)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>weitere Infos:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\/\">&#8222;Rassismus t\u00f6tet<strong>!&#8220;<\/strong> Leipzig<\/a> | <a href=\"http:\/\/rassismus-toetet.de\/\">Kampagne \u201eRassismus t\u00f6tet!\u201c<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von: https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/69402<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die NPD plant vom 29.10. \u2013 3.11. im Rahmen einer \u201eAntiislam-Tour\u201c verschiedene s\u00e4chsische St\u00e4dte heimzusuchen. 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