{"id":2859,"date":"2026-09-03T20:55:27","date_gmt":"2026-09-03T18:55:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rassismus-toetet-leipzig.org\/?p=2859"},"modified":"2026-09-03T20:55:27","modified_gmt":"2026-09-03T18:55:27","slug":"ausstellung-die-verschwiegenen-toten-todesopfer-rechter-gewalt-seit-1990-in-leipzig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rassismus-toetet-leipzig.org\/index.php\/ausstellung-die-verschwiegenen-toten-todesopfer-rechter-gewalt-seit-1990-in-leipzig\/","title":{"rendered":"AUSSTELLUNG: \u00bbDIE VERSCHWIEGENEN TOTEN \u2013 TODESOPFER RECHTER GEWALT SEIT 1990 IN LEIPZIG\u00ab"},"content":{"rendered":"<p><strong>Er\u00f6ffung der Ausstellung mit Podiumsgespr\u00e4ch<\/strong> am <strong>15. September<\/strong> um <strong>18 Uhr<\/strong> zum <strong>Thema Rechte Gewalt in Leipzig seit 1990 und Praxen des politschen Gedenkens<\/strong> mit Vertreter*innen des <em>Initiativkreis Antirassismus<\/em> und der <em>RAA Leipzig<\/em>.<\/p>\n<p>Ausstellung vom<strong> 16. September bis zum 31. Oktober<\/strong> von <strong>10 bis 18 Uhr<\/strong> im <strong>Alten Rathaus<\/strong> des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rechte Gewalt ist kein Randph\u00e4nomen, sondern ein Produkt weit verbreiteter, menschenverachtender Ideologien, die die Ungleichwertigkeit von Menschen predigen. Rechte Morde sind kein zuf\u00e4lliges Verbrechen \u2013 sie sind die logische Konsequenz einer Gesellschaft, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder sozialen Lage abwertet und entmenschlicht.<br \/>\nDie T\u00e4ter*innen handeln nicht im luftleeren Raum, sondern in einem Klima, das solche Gewalttaten beg\u00fcnstigt und oft sogar relativiert.<br \/>\nStatt Solidarit\u00e4t erfahren Betroffene und Hinterbliebenen oft die gleichen menschenverachtenden Vorurteile, die die Morde \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glicht haben. Die Taten werden entpolitisiert, verharmlost und als \u201eisolierte Einzelf\u00e4lle\u201c abgekanzelt, statt endlich als das zu benennen, was sie sind: eine Manifestation einer gesamt-gesellschaftlichen Haltung.<\/p>\n<p>Wir wollen uns gemeinsam im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit der Ausstellung &#8222;Todesopfern rechter Gewalt in Leipzig&#8220; besch\u00e4ftigen. Auf dem Podium werden Vertreter*innen des Initiativkreises Antirassismus sitzen, die die Ausstellung 2013 erarbeitet haben und jene, die sie heute \u00fcberarbeitet haben, sowie Vertreter*innen der Opferberatung der RAA Leipzig. Sie werden \u00fcber rechte Gewalt in Leipzig seit 1990 und Praxen des politschen Gedenken sprechen.<\/p>\n<p>Die Ausstellung wurde seit ihrer Konzeption 2013 \u00fcberarbeitet und aktualisiert, trotzdem muss sie weiterhin unvollendet bleiben. W\u00e4hrend der Recherche sind wir auf mehrere Verdachtsf\u00e4lle gesto\u00dfen, die auf ein deutlich gr\u00f6\u00dferes Dunkelfeld hinweisen. Bis heute sind<br \/>\ndie wenigsten Todesopfer rechter Gewalt in Leipzig staatlich als solche anerkannt und bis heute hat die Staatsanwaltschaft Leipzig den Zugang zu den Gerichtsurteilen der Todesf\u00e4lle, bei denen wir ein rechtes oder rassistisches Tatmotiv annehmen, blockiert.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Initiativkreis<br \/>\nAntirassismus und &#8222;Rassismus t\u00f6tet!&#8220; Leipzig<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er\u00f6ffung der Ausstellung mit Podiumsgespr\u00e4ch am 15. September um 18 Uhr zum Thema Rechte Gewalt in Leipzig seit 1990 und Praxen des politschen Gedenkens mit Vertreter*innen des Initiativkreis Antirassismus und der RAA Leipzig. Ausstellung vom 16. September bis zum 31. 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