{"id":2378,"date":"2020-10-29T17:17:27","date_gmt":"2020-10-29T15:17:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rassismus-toetet-leipzig.org\/?p=2378"},"modified":"2020-12-03T17:19:50","modified_gmt":"2020-12-03T15:19:50","slug":"redebeitrag-von-leipziger-israelsolidariche-antifa-auf-der-demo-am-24-10-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rassismus-toetet-leipzig.org\/index.php\/redebeitrag-von-leipziger-israelsolidariche-antifa-auf-der-demo-am-24-10-2020\/","title":{"rendered":"Redebeitrag von \u201eLeipziger Israelsolidarische Antifa\u201c auf der Demo am 24.10.2020"},"content":{"rendered":"<p>Nur ein Einzelt\u00e4ter?<\/p>\n<p>Am 9. Oktober 2019,\u2028am h\u00f6chsten j\u00fcdischen Feiertag \u2013 dem Fest Jom Kippur \u2013 ver\u00fcbte ein Attent\u00e4ter in einem Akt des Terrors, einen Anschlag auf die Synagoge in der Stadt Halle. Dabei versuchte der T\u00e4ter mit Waffengewalt in die Synagoge im Paulusviertel einzudringen, um dort ein Blutbad anzurichten. \u2028Das einzige was ihn darin hinderte war eine alte Holzt\u00fcr.<\/p>\n<p>Als ihm bewusst wurde das sein Plan scheiterte, erschoss er aus antifeministischen Gr\u00fcnden vor dem Geb\u00e4ude die Passantin Jana Lange und kurz darauf in einem D\u00f6ner Imbiss den Gast Kevin Schwarze. Auf seiner Flucht verletzte er zwei Personen durch Sch\u00fcsse und versuchte weitere zu erschie\u00dfen. Er wurde schlie\u00dflich von zwei Polizist*Innen gestoppt und festgenommen.<br \/>\nDas perfide an der antisemitischen Tat ist \u2013 der T\u00e4ter hatte diese im Internet zuvor bekanntgegeben. Die Tat selbst \u00fcbertrug er die ganze Zeit per Helmkamera als Live-Stream.<\/p>\n<p>Die Medien titelten nach dem Anschlag der Angriff h\u00e4tte uns allen gegolten. Aber das ist faktisch falsch. Er hat nicht uns allen gegolten, sondern einzig und allein dem j\u00fcdischen Leben in Deutschland!<\/p>\n<p>Ein Jahr nach dem antisemitischen Anschlag besteht seitens der Medien bzw. der deutschen Mehrheitsgesellschaft kaum noch Interesse an dessen Aufarbeitung. Deutlich wird das am Verlauf und am Umgang mit dem Prozess vor dem Landgericht in Magdeburg!<\/p>\n<p>Es hat sich nichts ge\u00e4ndert!\u2028Kurz vor dem ersten Jahrestag des Anschlags auf die Synagoge in Halle kam es in Hamburg zu einem weiteren antisemitischen Angriff. Dort traf es einen j\u00fcdischen Studenten. Er wurde vor der \u00f6rtlichen Synagoge mit einer Schaufel attackiert.<\/p>\n<p>In Berlin gab es einen Brandanschlag auf die j\u00fcdische Kiezkneipe in Lichtenberg. Schon seit Jahren ist die Kneipe, welche als j\u00fcdischer Begegnungsort bekannt ist, rechten Bedrohungen ausgesetzt.<\/p>\n<p>An der Grazer Synagoge in Wien, kam es wiederholt\u2028zu Sachbesch\u00e4digungen. Trauriger H\u00f6hepunkt dieser antisemitischen \u00dcbergriffe, ist der Angriff auf den Pr\u00e4sidenten der j\u00fcdischen Gemeinde in Graz \u2013 Elie Rosen. Dieser wurde vor dem j\u00fcdischen Gemeindehaus mit einem Baseballschl\u00e4ger attackiert.<br \/>\nIn Paris wurde ein koscheres Restaurant verw\u00fcstet und mit antisemitischen Hetzschriften bespr\u00fcht. Unter anderem hinterlie\u00dfen die T\u00e4ter*Innen die Slogans: \u201eHitler hatte recht\u201c, \u201eschmutziger Jude\u201c und ,,free Pal\u00e4stina&#8220;. Dazu wurden noch mehrere Hakenkreuze sowie SS-Runen auf den Boden und an die W\u00e4nde des Lokals Gespr\u00fcht!<\/p>\n<p>Im Rahmen einer Demo in Frankfurt, die auf die Verh\u00e4ltnisse in Moria aufmerksam machen wollte, wurden israelfeindliche Parolen skandiert. Auch ein antizionistischer Redebeitrag, der mit den Worten \u201eYalla Intifada\u201c endete, wurde pr\u00e4sentiert.<br \/>\nDie Kontinuit\u00e4t antisemitischer \u00dcbergriffe und die Feindseligkeit gegen\u00fcber Menschen mit j\u00fcdischem Glauben, zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Gesellschaft. Alle politischen Lager von Links bis Rechts in ganz Europa sind involviert!<\/p>\n<p>Wer schweigt stimmt zu!\u2028 Durch das nicht Eingreifen und Ausschweigen bei antisemitischen Taten werden die T\u00e4ter*Innen in ihrem Handeln nur all zu oft best\u00e4rkt. Das muss von diesen Personen als eine Art Safe-Space wahrgenommen werden. Dieser Schutzraum muss ihnen genommen werden, damit ihr Handlungsspielraum eingeschr\u00e4nkt wird. Das gesellschaftliche Schweigen, in Bezug auf den zunehmenden Antisemitismus in Europa, muss gebrochen werden. Es darf keine Toleranz und Akzeptanz gegen\u00fcber Antisemitismus geben. Die Antwort auf Diesen muss eine klare antifaschistische Intervention sein. Keine antisemitische Tat darf ohne Folgen bleiben, egal wann es passiert und egal wo es passiert! Bei der Frage nach der Solidarit\u00e4t mit den Betroffenen, darf es nicht l\u00e4nger bei reinen Lippenbekenntnissen bleiben.<\/p>\n<p>Erinnern hei\u00dft k\u00e4mpfen<\/p>\n<p>Neimand ist vergessen \u2013 Nichts ist vergeben<\/p>\n<p>Gegen jeden Antisemitismus<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/leipzigerisraelsolidarischeantifa.noblogs.org\/\">Leipziger Israelsolidarische Antifa<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur ein Einzelt\u00e4ter? Am 9. Oktober 2019,\u2028am h\u00f6chsten j\u00fcdischen Feiertag \u2013 dem Fest Jom Kippur \u2013 ver\u00fcbte ein Attent\u00e4ter in einem Akt des Terrors, einen Anschlag auf die Synagoge in der Stadt Halle. 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