{"id":2116,"date":"2018-10-01T14:32:15","date_gmt":"2018-10-01T12:32:15","guid":{"rendered":"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\/?p=2116"},"modified":"2018-10-19T12:39:47","modified_gmt":"2018-10-19T10:39:47","slug":"25-jahre-asylrechtsverschaerfung-veranstaltungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rassismus-toetet-leipzig.org\/index.php\/25-jahre-asylrechtsverschaerfung-veranstaltungen\/","title":{"rendered":"25 Jahre Asylrechtsversch\u00e4rfung: Veranstaltungen"},"content":{"rendered":"<p>Bereits in den 1990er Jahren sprach die antirassistische Linke zurecht von der \u201efaktischen Abschaffung des Rechts auf Asyl\u201c. Damals hatte der Bundestag als Reaktion auf rassistische Morde und Brandanschl\u00e4ge wie die in Rostock-Lichtenhagen, M\u00f6lln und Hoyerswerda den sogenannten \u201eAsylkompromiss\u201c beschlossen. Dieser bedeutete eine staatlich-strukturelle Fortsetzung der rassistischen Gewalt auf der Stra\u00dfe. Seit einigen Jahren zeigt sich allerdings, dass damit das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht war. In einer immer schnelleren Taktung werden auf zynische Weise die Rechte und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Gefl\u00fcchtete und Asylbewerber*innen Schritt f\u00fcr Schritt weiter eingeschr\u00e4nkt. Wir haben sieben Thesen zu dieser Entwicklung aufgeschrieben. Dabei zeigt sich die Asylrechtsversch\u00e4rfung nur als ein Aspekt aus dem Geflecht von Flucht, Migration, staatlichem Handeln und Rassismus.<\/p>\n<p>Sieben Thesen vom B\u00fcndnis \u201eIrgendwo in Deutschland\u201c -&gt; <a href=\"https:\/\/irgendwoindeutschland.org\/asylrechtsverschaerfung\/\">HIER<\/a><\/p>\n<h3>Veranstaltungen in Leipzig:<\/h3>\n<p><strong>Montag, 22.10.2018, 19:00 Uhr, Campus \/ HS 12<\/strong><\/p>\n<p><em>VORTRAG: ANTIZIGANISMUS IN DER DEBATTE UM SICHERE HERKUNFTSSTAATEN<\/em><\/p>\n<p>Von Dr. Markus End<\/p>\n<p>Die Debatte zu Flucht und Asyl ist in vollem Gange und in vielerlei Hinsicht gepr\u00e4gt von Rassismen und Ressentiments. Im Vortrag soll die Debatte um die Sicherheit der sogenannten \u2018Westbalkanstaaten\u2019 untersucht werden, die in ihrer neueren Variante seit 2010 immer wieder unterstellt, \u2018Roma\u2019 aus diesen Staaten begingen \u2018Asylmissbrauch\u2019. Die Analyse kann zeigen, welche Strategien und Argumente dar\u00fcber hinaus eingesetzt werden, um Rassismus zu negieren und konkrete historische Verantwortung abzuweisen.<\/p>\n<hr>\n<p><strong>Montag, 29.10.2018, 19:00 Uhr, Ostpassagentheater<\/strong><\/p>\n<p><em>Vortrag: Nur geduldet?! \u2013 Gefl\u00fcchtete Roma in Sachsen<\/em><\/p>\n<p>Von Romano Sumnal \u2013 erste Roma Selbstorganisation in Sachsen<\/p>\n<p>Viele Roma in Sachsen, stammen urspr\u00fcnglich aus den Westbalkanstaaten. Sie kamen als Gefl\u00fcchtet nach Sachen, haben jedoch anhand der Gesetzteslage keine Chance Asyl zu bekommen. Ihre einzige Rettung ist die Duldung und die Hoffnung eines Tages aufgrund \u201egelungener Integration\u201c oder aus \u201ehumanit\u00e4ren Gr\u00fcnden\u201c einen Aufenthalt zu bekommen. Dieser Weg ist lang und steinig und leider nicht immer erfolgreich. Wie erreicht man die erwartete Integration wenn einem der Weg dahin eigentlich mit allen Mitteln versperrt wird? Und was passiert mit Menschen, deren einzige Rettung Krankheiten sind, die einen Aufenthalt aus humanit\u00e4ren Gr\u00fcnden rechtfertigen w\u00fcrden?<\/p>\n<p>Wird Deutschland seiner historischen Verantwortung gegen\u00fcber den Roma gerecht? Oder sollten wir endlich L\u00f6sungen finden, wie Roma aus ganz Europa in Deutschland ein sicheres, anerkanntes Leben in Deutschland f\u00fchren k\u00f6nnen?<\/p>\n<hr>\n<p><strong>Mittwoch, 07.11.2018, 19 Uhr, Frauenkultur<\/strong><\/p>\n<p><em>Vortrag: Repression mit System \u2013 Der staatliche Umgang mit Gefl\u00fcchteten in Sachsen<\/em><\/p>\n<p>Von S\u00e4chsischer Fl\u00fcchtlingsrat<\/p>\n<p>In den letzten Monaten wurde viel \u00fcber das Thema \u201cAnkerzentren\u201d diskutiert. Wir haben den S\u00e4chsichen Fl\u00fcchtlingsrat eingeladen, um gemeinsam mit euch \u00fcber die aktuelle Umsetzung dieser Zentren, zur Isolation und Ausgrenzung von Gefl\u00fcchteten, in der s\u00e4chsischen Realtit\u00e4t zu sprechen. Gemeinsam wollen wir einen Einblick \u00fcber die s\u00e4chsische Abschiebepraxis erlangen und dar\u00fcber sprechen, wie Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Gefl\u00fcchtete aussehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<hr>\n<p><strong>Dienstag, 13.11.2018, 19 Uhr, linxxnet<\/strong><\/p>\n<p><em>Lesung: aus dem \u201cW\u00f6rterbuch des besorgten B\u00fcrgers\u201d<\/em><\/p>\n<p>Mit&nbsp;Nancy Grochol und Robert Feustel<\/p>\n<p>Das W\u00f6rterbuch des besorgten B\u00fcrgers kartografiert und kritisiert \u2013 unvollst\u00e4ndig und selbst wertend \u2013 in 150 Eintr\u00e4gen den sprachlichen Zauber, der weite Teile der politischen \u00d6ffentlichkeit erfasst hat und der beharrlich mit stilisierten \u00c4ngsten spielt. Unterst\u00fctzt von O-T\u00f6nen sowie Bild- und Tonmaterial werden Abgr\u00fcnde aus- und verquere Dreher beleuchtet.<\/p>\n<hr>\n<h3>weitere Veranstaltungen:<\/h3>\n<p><strong>16.10.2018 um 17.00&nbsp; Uhr:<\/strong><\/p>\n<p><em>Die verschwiegenen Toten \u2013 Todesopfer rechter Gewalt in Leipzig seit 1990<\/em><br \/>\nInitiativkreis Antirassismus \/ Vortrag \/ Campus Augustusplatz \/ S 015<\/p>\n<p>Seit 1990 z\u00e4hlt die Amadeu-Antonio-Stiftung mindestens 184 Todesopfer \u201erechter Gewalt\u201c in Deutschland. In Leipzig wurden mindestens acht Menschen umgebracht, hinzu kommen zwei Verdachtsf\u00e4lle. Damit weist Leipzig im bundesweiten Vergleich die zweith\u00f6chste Zahl an rechtsmotivierten Morden auf. Mit dem Vortrag soll an die Opfer gedacht und erinnert werden. Die Veranstaltung will \u00fcber die Dimension rechter Gewalt in Leipzig aufkl\u00e4ren.<\/p>\n<hr>\n<p><strong>19.10.2018 um 17.00 Uhr:<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201eAntifa-Hochburg\u201c Leipzig?<\/em><br \/>\n\u201eRassismus t\u00f6tet!\u201d \u2013 Leipzig \/ Vortrag \/ Campus Ausgustusplatz \/ HS 12<\/p>\n<p>F\u00fcr Neonazis und Rechte ist Leipzig die \u201elinke (rote) Hochburg\u201c, die es zu erobern gilt. Seit vielen Jahre setzen sich daher Antifaschist*innen mit rechten Strukturen auseinander. Wir schauen auf die letzten 10 Jahre antifaschistische Politik in der Stadt. Welche Kampagnen und Gruppen gab und gibt es und warum ist antifaschistische Politik weiter notwendig, werden einige der Fragen sein, auf die wir versuchen Antworten zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits in den 1990er Jahren sprach die antirassistische Linke zurecht von der \u201efaktischen Abschaffung des Rechts auf Asyl\u201c. 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