{"id":2089,"date":"2018-04-27T10:29:10","date_gmt":"2018-04-27T08:29:10","guid":{"rendered":"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\/?p=2089"},"modified":"2018-10-26T16:48:03","modified_gmt":"2018-10-26T14:48:03","slug":"antifa-gib-mir-irgendwas-das-bleibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rassismus-toetet-leipzig.org\/index.php\/antifa-gib-mir-irgendwas-das-bleibt\/","title":{"rendered":"Antifa: \u201cGib mir irgendwas, das bleibt.\u201d \u2013 \u00dcberlegungen und Reflexionen \u00fcber die Notwendigkeit, Pogrome zu verhindern"},"content":{"rendered":"<p>\u201cPogrome verhindern, bevor sie passieren!\u201d \u2013 So oder so \u00e4hnlich waren Aufrufe und Texte noch vor wenigen Jahren \u00fcberschrieben. Demonstrationen und Interventionen richteten sich richtigerweise gegen die \u201caktuelle Welle von rassistischer Hetze, Gewalt und Brandanschl\u00e4gen\u201d [1]. Diese sollten bek\u00e4mpft und eingegrenzt, Rassismus als Problem erkannt und benannt werden. Der Anspruch, \u201cGesellschaft so zu gestalten, dass alle Menschen hier ohne Angst und Ausgrenzung leben k\u00f6nnen\u201d [2], wurde formuliert.<\/p>\n<p>Dabei wurde Heidenau nur als \u201cweiterer dramatischer H\u00f6hepunkt\u201d [1] erkannt, neben Schneeberg, Rackwitz, Wolgast, Freital, Clausnitz, Einsiedel, Dresden, Mei\u00dfen, Bautzen und vielen weiteren Orten, die in den vergangenen Jahren Schlagzeilen machten. Wurzen reiht sich sp\u00e4testens seit Mitte Januar diesen Jahres in die Aufz\u00e4hlung ein.<\/p>\n<p>Die Notwendigkeit des antifaschistischen Eingreifens war klar gegeben. Nach wiederholten \u00dcbergriffen auf Gefl\u00fcchtete im Ort riefen lokale Neonazis f\u00fcr das Wochenende vom 19.-21. Januar 2018 zur Bildung eins Mobs auf. Unter der damaligen Informationslage musste dies als Bedrohung f\u00fcr alle im Ort befindlichen Gefl\u00fcchteten ernstgenommen werden. Die M\u00f6glichkeit eines rassistischen Pogroms stand im Raum, gerade vor dem Hintergrund der rassistischen Mobbildung nach Pfingsten 2017 [3].<\/p>\n<p>Letzter Zeitpunkt f\u00fcr Antifaschist*innen also, um gegenzusteuern. Was gemeinhin als \u201cFeuerwehr-Politik\u201d beschrieben wird und das notwendige Einschreiten von Antifaschist*innen in solchen akuten F\u00e4llen benennt, galt in Debatten \u00fcber Jahre hinweg zwar als zu wenig f\u00fcr eine erfolgreiche Antifa-Strategie, aber doch als logisch notwendige Mindestaktion. Dieser Mindeststandard und geteilter Konsens \u00fcber Streitpunkte in der antifaschistischen Linken hinweg scheint hier im Nachhinein allerdings in Frage gestellt. Wenige Menschen aus der antifaschistischen Szene Leipzigs kamen zur gemeinsamen Anreise.<\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeit einer Intervention im Ernstfall war dadurch kaum gegeben. Es muss auf die Dringlichkeit der Situation hingewiesen werden. Wenn es um den konkreten Schutz von Menschen geht, muss unn\u00f6tigen \u00dcberlegungen zu Ausrichtung, Wirkung und Rezeption einer Aktion eine Absage erteilt werden. In einer solchen Situation sollte der Konsens gelten, den Fokus darauf zu richten, was notwendig ist, um Menschen nicht zu Opfern eines rassistischen und nationalistischen Mobs werden zu lassen.<\/p>\n<p>Im Nachhinein gab es keine wirkliche Auseinandersetzung zum Geschehen (zumindest ist uns keine bekannt) oder auch nur Ansprache dieses Vers\u00e4umnisses von antifaschistischer Seite. Anscheinend vollzog sich in den vergangenen Jahren in mehrerlei Hinsicht ein strategisches Umdenken. Verk\u00fcrzt lie\u00dfe sich dies als \u201cMasse statt Kritik\u201d sowie \u201cNachhaltigkeit statt Intervention\u201d zusammenfassen [4].<\/p>\n<p>Da bisher kein Ansto\u00df unternommen wurde, dieses Vers\u00e4umnis aufzukl\u00e4ren oder \u00fcberhaupt als solches zu erkennen, wollen wir die Debatte ansto\u00dfen, um in Zukunft mittels Zusammenarbeit innerhalb antifaschistischer Strukturen Betroffene von rechter Gewalt zu bestm\u00f6glich unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Inhalte \u00fcberwinden \u2013 Masse statt Kritik?<\/strong><\/p>\n<p>Dabei sind theoretische Analysen und Textdiskussionen aus Plena und Gruppen heraus eine wichtige Basis f\u00fcr einen linken Diskurs. Eine sichtbare und nach au\u00dfen hin wahrnehmbare Intervention kann nur in den Orten selbst erfolgen. Gerade in Sachsen haben die letzten Jahre bewiesen, dass es eine breite Zivilgesellschaft, die auch unabh\u00e4ngig von antifaschistischen Demonstrationen oder Kundgebungen in den St\u00e4dten und D\u00f6rfern aktiv gegen rassistische Mobilisierungen intervenieren w\u00fcrde, kaum noch gibt. Vor allem ist dabei auch keinesfalls Verlass auf Kommunalverwaltungen oder Polizei.<\/p>\n<p>Ganz im Gegenteil: In vielen F\u00e4llen wurde die Polizeipr\u00e4senz vor Ort erst dann massiv erh\u00f6ht, als linker Gegenprotest gegen rechte Aufm\u00e4rsche zu erwarten war. Infolge rassistischer \u00dcbergriffe kommt es nicht selten durch Beh\u00f6rden zu Verharmlosungen oder einer T\u00e4ter-Opfer-Umkehr. Andernfalls konnte der rassistische Mob in den meisten F\u00e4llen weitestgehend ungest\u00f6rt agieren. Dabei k\u00f6nnen sich die T\u00e4ter*innen bei Angriffen auf Gefl\u00fcchtete oder deren Unterk\u00fcnfte auf (moralische) Unterst\u00fctzung aus der Bev\u00f6lkerung berufen.<\/p>\n<p>Ein vehementer Widerspruch blieb fast immer aus, sodass sich Rassist*innen in ihrem Handeln oft best\u00e4rkt f\u00fchlten. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass dies auch auf die lokale Verbundenheit zwischen den T\u00e4ter*innen und der zustimmenden oder schweigenden Bev\u00f6lkerung zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Seit jeher werden Antifaschist*innen als das gr\u00f6\u00dfere \u00dcbel angesehen und die selben Argumentationen gegen \u201cdie Zecken \/ die Antifa aus den gro\u00dfen St\u00e4dten\u201d hervorgebracht. Neu ist dies nicht.<\/p>\n<p>Umso erstaunlicher ist es dann, dass bei antifaschistisch organisierten Aktionen immer h\u00e4ufiger sichtbar wurde, dass Teilnehmer*innen vor Ort g\u00e4nzlich unvorbereitet und anscheinend recht planlos waren [5]. Das ist schlichtweg gef\u00e4hrlich!<\/p>\n<p>Die Organisator*innen von Demonstrationen oder Kundgebungen k\u00f6nnen nicht auf alle Eventualit\u00e4ten vorbereitet sein und tragen auch nicht die Verantwortung f\u00fcr alle Anwesenden. Zu beobachten war eine st\u00e4rker werdende \u201cKonsument*innenhaltung\u201d: einfach hinfahren, herumstehen bzw. mitlaufen und, falls m\u00f6glich, zeitig wieder zur\u00fcck sein. Aber eine Organisation in Bezugsgruppen, ein geschlossenes Auftreten von der Anreise im Zug bis zum Ende der Veranstaltung, das Mitbringen von Transparenten, Achtgeben auf den eigenen Schutz und den der Demonstration, das Anschauen einer Karte der \u00d6rtlichkeit im Vorfeld und vielleicht ein Plan B f\u00fcr die R\u00fcckreise \u2013 diese Vorbereitungen wurden oftmals nicht getroffen. Jene \u201cKonsument*innenhaltung\u201d kann als Folge eines schwindenden Organisierungsgrads von Bezugsgruppen begriffen werden.<\/p>\n<p>Hier bedarf es einer Reflexion der eigenen politischen Praxis, um die Handlungsf\u00e4higkeit und Sicherheit \u2013 gerade in provinziellen Gegenden \u2013 nicht zu gef\u00e4hrden. Die Neonazis kennen ihre St\u00e4dte und D\u00f6rfer, kommen aus der Region und k\u00f6nnen gerade in Sachsen meist unbehelligt von der \u00d6ffentlichkeit, aber auch von der Polizei, agieren. Sichere Pl\u00e4tze und R\u00fcckzugsr\u00e4ume f\u00fcr Antifaschist*innen gibt es de facto nicht. Deswegen ist die Solidarit\u00e4t und gegenseitige Unterst\u00fctzung aller anwesenden Antifaschist*innen sowie eine intensive Vor- und Nachbereitung unerl\u00e4sslich. Wir alle k\u00f6nnen voneinander lernen, Tipps und Tricks weitergeben, uns vernetzen.<\/p>\n<p>So ist es zwar erfreulich, wenn viele Menschen den Weg in einen der besagten Orte finden, aber wenn der Gro\u00dfteil davon dann gar nicht so richtig wei\u00df, was dort zu erwarten ist, k\u00f6nnen Angst und Verunsicherungen die Folge sein. Das Agieren aller vor Ort wird schwieriger. Dies wiederum kann Menschen abschrecken, \u00fcberhaupt (wieder) an derartigen Veranstaltungen teilzunehmen. Diese Negativ-Spirale f\u00fchrt dazu, dass beispielsweise in Wurzen bei einer antifaschistischen Kundgebung infolge mehrerer rassistischer Angriffe gerade einmal 250 Menschen zusammenkommen.<\/p>\n<p>Ja, derartige Interventionen sind mit einem Risiko verbunden. Ja, es ist unbequem, stundenlang in der K\u00e4lte zu stehen. Ja, es besteht die Gefahr, in k\u00f6rperliche Auseinandersetzungen mit Neonazis zu geraten. Aber was sind die Alternativen? Die Neonazis einfach gew\u00e4hren lassen und darauf hoffen, dass beim n\u00e4chsten Mal nichts Schlimmeres passiert? Wohl kaum. Wenn die Stimmung im Ort schon am Kochen ist und sich rassistische Angriffe aneinanderreihen, wird eine antirassistische oder antifaschistische Aktion niemals auf Akzeptanz oder Wohlwollen sto\u00dfen. Sie wird als weiterer Einfluss von au\u00dfen auf die angeblich bedrohte Stadtgesellschaft wahrgenommen.<\/p>\n<p>Eine Intervention unter diesen Bedingungen kann nur eine unvers\u00f6hnliche sein. Wir sehen keinen Grund darin, diese Zust\u00e4nde hinzunehmen, wenn angeblich Nicht-Rechte lieber schweigen und zu Hause bleiben. Wir fahren trotzdem mit einigen hundert Menschen in diese Orte. Wir setzen eben nicht auf die Massenmobilisierung, sondern auf jene, die es mit ihrem Antifaschismus und Antirassismus ernst meinen und sich dabei eben auch dem Zorn des rechten Mobs aussetzen.<\/p>\n<p><strong>\u201cWiderspr\u00fcche \u00f6ffentlich machen, wo es niemand macht\u201d \u2013 Intervention und Nachhaltigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Unvers\u00f6hnlichen Interventionen wie in Wurzen wird regelm\u00e4\u00dfig fehlende Nachhaltigkeit vorgeworfen. Dass diesem Konzept ein autorit\u00e4rer und ambivalenter Charakter innewohnt, hat das bundesweite B\u00fcndnis \u201cIrgendwo in Deutschland\u201d im Oktober 2017 in einem Debattenbeitrag ausf\u00fchrlich thematisiert [6]. Dass Interventionen, heute wie gestern, dennoch notwendig sind, haben die j\u00fcngsten Gewaltausbr\u00fcche gegen Gefl\u00fcchtete sowie die rassistische Mobilmachung in Wurzen in den vergangenen Monaten einmal mehr gezeigt.<\/p>\n<p>Es ist richtig: Die unvers\u00f6hnliche Intervention kann keine nachhaltige lokale Vorarbeit leisten, sie ist \u201cFeuerwehrpolitik\u201d und hat scheinbar in erster Instanz keinen p\u00e4dagogischen Auftrag an die ans\u00e4ssige Bev\u00f6lkerung. Nat\u00fcrlich gilt es, lokale antifaschistische und zivilgesellschaftliche Akteur*innen \u2013 sofern vorhanden \u2013 mit einzubeziehen und bestm\u00f6glich in ihren K\u00e4mpfen zu unterst\u00fctzen. Doch darf dabei nicht vergessen werden: Es ist kein Zufall, dass sich organisierte Neonazis in Orten wie Wurzen wie die sprichw\u00f6rtlichen Fische im Wasser f\u00fchlen, als selbstverst\u00e4ndlicher Teil der Stadtgesellschaft wahrgenommen werden und frei wirken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In Orten, in denen der virulente Rassismus den ideologischen Kitt zwischen militanten Neonazis und schweigender bis zustimmender Mehrheitsgesellschaft bildet und in denen als nicht-deutsch Markierte, Antifaschist*innen und Andersdenkende nichts zu lachen haben, findet sich oftmals schlicht kein handlungsf\u00e4higes zivilgesellschaftliches Korrektiv, mit dem es B\u00fcndnisse zu schmieden g\u00e4be.<\/p>\n<p>Die Frage, wie eine kontinuierliche Unterst\u00fctzung aus den St\u00e4dten in die aufgegebene Provinz aussehen k\u00f6nnte, treibt leider nur noch wenige Antifaschist*innen um. Fehlende Ansprechpartner*innen vor Ort, mangelnder R\u00fcckhalt aus der Bev\u00f6lkerung sowie das Nichtstattfinden von Aktionen festigen die Komfortzonen von Neonazis, best\u00e4tigen die Stillhalte-Taktik der Stadt und lassen nicht zuletzt die (potenziellen) Betroffenen rechter und rassistischer Gewalt allein zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Diese Orte sich selbst zu \u00fcberlassen, anstatt den Rassist*innen, Neonazis und Imagepfleger*innen den Spiegel vorzuhalten und sie \u00f6ffentlich zu demaskieren, gleicht einer Kapitulation vor den (s\u00e4chsischen) Verh\u00e4ltnissen. Was bleibt ist die Frage, wann eine politische Aktion als \u201cnachhaltig erfolgreich\u201d zu bewerten ist. Gerade angesichts einer antifaschistischen Szene, die bis heute fast ausschlie\u00dflich eine Jugendbewegung ist und die immer wieder daran scheitert, dass gerade im l\u00e4ndlichen Raum junge Linke fr\u00fcher oder sp\u00e4ter in die Metropolen gehen.<\/p>\n<p>Wie kann daher ein Zustand hergestellt und aufrecht erhalten werden, der langfristige und nachhaltige antifaschistische und linke Politik in der Fl\u00e4che erm\u00f6glicht? Wie kann eine rechte Hegemonie gestoppt und zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden?<\/p>\n<p>Es fehlt unserer Einsch\u00e4tzung nach an Konzepten sowie Strategien eines Land-Stadt-Austausches, um nicht zu Hunderten wie ein Ufo aus den Gro\u00dfst\u00e4dten in der Provinz zu landen. Solange diese Strategien nicht diskutiert und entsprechende Strukturen nicht etabliert sind und keine nachhaltige Einbindung \u00e4lter-werdender Genoss*innen (vor Ort) vorhanden ist, bedarf es Interventionen von organisierten Menschen, um in akuten Situationen Betroffene rechter Gewalt zu sch\u00fctzen und sich in gro\u00dfer Zahl solidarisch an ihre Seite zu stellen.<\/p>\n<p><strong>Wo sind all die Antifaschist*innen hin?<\/strong><\/p>\n<p>\u201cAm besten jeden Tag dem rassistischen Normalzustand entgegenstellen \u2013 in Orten wie Wurzen, Cottbus oder Plauen\u201d [7] \u2013 dieser Forderung k\u00f6nnen wir uns nur anschlie\u00dfen. Und dennoch scheint in Leipzig und Sachsen genau diese Notwendigkeit nicht als solche erkannt zu werden. Viele Genoss*innen sprechen sich zwar nicht grunds\u00e4tzlich gegen ein Agieren in l\u00e4ndlichen R\u00e4umen aus, aber per se gegen die konkreten Aktionsformen, die als \u201cSelbstbespa\u00dfung oder Gewissensberuhigung\u201d ohne \u201clangfristigen strategischen Nutzen\u201d angesehen werden [8].<\/p>\n<p>Dabei erachten wir unvers\u00f6hnliche Interventionen in Situationen, wo nachhaltige Strategien nicht vorhanden sind oder wirken, auf keinen Fall als Spa\u00df, nicht f\u00fcr uns, nicht f\u00fcr irgendwen. Nur warum hat die Losung \u201cPogrome verhindern, bevor sie passieren!\u201d f\u00fcr Antifaschist*innen keine sonderliche Relevanz mehr? Weil scheinbar kein langfristig strategischer Nutzen besteht? Warum haben strategische Kalk\u00fcle Priorit\u00e4t gegen\u00fcber der Solidarit\u00e4t und dem operativen Schutz anderer? Diese Fragen sind keine rhetorischen!<\/p>\n<p>Wir stellen sie, da wir sie nicht beantworten k\u00f6nnen, aber gerne einen Austausch \u00fcber die Notwendigkeit und die Bedingungen f\u00fcr Interventionen ansto\u00dfen w\u00fcrden. Interventionen erachten wir \u2013 leider \u2013 als notwendig und quasi unumg\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Wir sehen die Notwendigkeit, in l\u00e4ndlichen Regionen zu intervenieren, um Betroffene zu sch\u00fctzen und zu unterst\u00fctzen. Wir glauben nicht, dass dadurch Neonazis und Rassist*innen nachhaltig ihr Bedrohungspotenzial genommen wird. Unvers\u00f6hnliche Interventionen sind Ausdruck der Notwendigkeit antifaschistischen Handelns, wenn au\u00dferhalb unserer Kieze Menschen konkret gef\u00e4hrdet sind. Sie sollen sich mit Betroffenen von rechten \u00dcbergriffen solidarisieren oder zumindest den Fokus von ihnen nehmen. Sie sollen im Weiteren aber auch das Kennenlernen potenzieller B\u00fcndnispartner*innen erm\u00f6glichen, wie es gerade die antifaschistische Demonstration seinerzeit in Rackwitz tat [9].<\/p>\n<p>Wir laden hiermit alle antifaschistischen Gruppen ein, in die Debatte mit uns einzusteigen und gemeinsam Antworten zu finden.<\/p>\n<p><strong><i> \u201cRassismus t\u00f6tet!\u201d \u2013 Leipzig<\/i><\/strong><\/p>\n<hr>\n<p>1 <a href=\"http:\/\/prisma.blogsport.de\/2015\/08\/26\/heute-die-pogrome-von-morgen-verhindern-schutz-fuer-gefluechtete-statt-verstaendnis-fuer-rassist_innen\/\">http:\/\/prisma.blogsport.de\/2015\/08\/26\/heute-die-pogrome-von-morgen-verhindern-schutz-fuer-gefluechtete-statt-verstaendnis-fuer-rassist_innen\/<\/a><\/p>\n<p>2 <a href=\"http:\/\/rackwitz.blogsport.eu\/beispiel-seite\/\">http:\/\/rackwitz.blogsport.eu\/beispiel-seite\/<\/a><\/p>\n<p>3 <a href=\"https:\/\/raa-sachsen.de\/chronik-details\/wurzen-3776.html\">https:\/\/raa-sachsen.de\/chronik-details\/wurzen-3776.html<\/a><\/p>\n<p>4 <a href=\"https:\/\/www.antifainfoblatt.de\/artikel\/reflexion-ostdeutscher-antifa-politik-anl%C3%A4sslich-des-1-mai-2018\">https:\/\/www.antifainfoblatt.de\/artikel\/reflexion-ostdeutscher-antifa-politik-anl%C3%A4sslich-des-1-mai-2018<\/a><\/p>\n<p>5 <a href=\"https:\/\/www.antifainfoblatt.de\/artikel\/antifaschistische-aktion-%E2%80%93-f%C3%BCr-die-konsequente-intervention\">https:\/\/www.antifainfoblatt.de\/artikel\/antifaschistische-aktion-%E2%80%93-f%C3%BCr-die-konsequente-intervention<\/a><\/p>\n<p>6 <a href=\"https:\/\/irgendwoindeutschland.org\/unversohnlich-in-wurzen-ein-ruckblick-im-newsflyer-des-conne-island\/\">https:\/\/irgendwoindeutschland.org\/unversohnlich-in-wurzen-ein-ruckblick-im-newsflyer-des-conne-island\/<\/a><\/p>\n<p>7 <a href=\"http:\/\/blog.interventionistische-linke.org\/bundestagswahl-2017\/unsere-alternative-bleibt-solidaritaet\">http:\/\/blog.interventionistische-linke.org\/bundestagswahl-2017\/unsere-alternative-bleibt-solidaritaet<\/a><\/p>\n<p>8 <a href=\"http:\/\/blog.interventionistische-linke.org\/bundestagswahl-2017\/was-tun-in-sachsen\">http:\/\/blog.interventionistische-linke.org\/bundestagswahl-2017\/was-tun-in-sachsen<\/a><\/p>\n<p>9 <a href=\"http:\/\/rackwitz.blogsport.eu\/\">http:\/\/rackwitz.blogsport.eu\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cPogrome verhindern, bevor sie passieren!\u201d \u2013 So oder so \u00e4hnlich waren Aufrufe und Texte noch vor wenigen Jahren \u00fcberschrieben. 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