{"id":2077,"date":"2018-02-09T15:25:49","date_gmt":"2018-02-09T13:25:49","guid":{"rendered":"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\/?p=2077"},"modified":"2018-10-15T14:10:05","modified_gmt":"2018-10-15T12:10:05","slug":"feministischer-kampftag-ist-jeden-tag-solidarisch-divers-global","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rassismus-toetet-leipzig.org\/index.php\/feministischer-kampftag-ist-jeden-tag-solidarisch-divers-global\/","title":{"rendered":"Feministischer Kampftag ist jeden Tag \u2013 solidarisch. divers. global."},"content":{"rendered":"<p><strong>Feminism is more than you think<\/strong><\/p>\n<p>Wir verstehen Feminismus als Vielfalt, als antirassistischen, antikapitalistischen und antisexistischen Kampf gegen Unterdr\u00fcckung und f\u00fcr Freir\u00e4ume.<br \/>\nIn den Familien! In den Lehrk\u00f6rpern! In den Institutionen! In den K\u00f6pfen! Im Alltag! Auf der Stra\u00dfe! \u00dcberall und jederzeit!<br \/>\nF\u00fcr ein freies, selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben aller Menschen.<\/p>\n<p>Feminismus ist facettenreich und hat viele Gesichter. Das Sichtbarmachen von Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechtes und der Kampf gegen das Patriarchat sind vielleicht die kleinsten gemeinsamen Nenner, die daraus gezogenen Konsequenzen und Befreiungsstrategien jedoch extrem unterschiedlich.<br \/>\nHistorisch gesehen, findet man die Anf\u00e4nge von feministischen Bestrebungen in den Frauenbewegungen, die u.A. f\u00fcr ein Recht auf Wahlen, Bildung und Arbeit k\u00e4mpften. Heutige feministische Str\u00f6mungen schlie\u00dfen auch Menschen mit ein, die sich als m\u00e4nnlich sehen und die sich nicht in die konstruierten Kategorien \u201cFrau\u201d und \u201cMann\u201d stecken lassen wollen oder k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es gilt gegen die Unterdr\u00fcckungsmechanismen, zu k\u00e4mpfen, welchen vor allen Frauen* aber auch alle anderen Menschen weltweit auf unterschiedlichsten Weisen tagt\u00e4glich ausgeliefert sind. Diese bauen auf sozialen Konstruktionen, wie Geschlecht, Identit\u00e4t, Nationalit\u00e4t, Sexualit\u00e4t, Religion, Alter, \u00f6konomischer Status oder Aussehen auf. Oft erfolgt eine Diskriminierung durch mehrere solcher Konstrukte gleichzeitig. Das hat zur Folge, dass die einzelnen Unterdr\u00fcckungskonstrukte nicht getrennt voneinander betrachtet werden k\u00f6nnen. Unser Selbstverst\u00e4ndnis von Feminismus ist deshalb intersektional.<br \/>\nEs reicht nicht, ein T-Shirt mit feministischem Aufdruck bei kapitalistischen Modeketten (wie H&amp;M, Primark oder Monki) zu kaufen, wenn es vorrangig von Frauen und M\u00e4dchen unter furchtbaren Bedingungen gen\u00e4ht wurde. Es reicht nicht, sich als Feminist*in zu betiteln und dennoch Grenzen nicht zu beachten. Und es reicht nicht, sich als Feminist*in zu verstehen, ohne zu sehen, dass die Einteilung in Mann und Frau nicht zureichend ist und Unterdr\u00fcckung verst\u00e4rkt.<br \/>\nUns geht es auch darum, das gesellschaftliche Normverst\u00e4ndnis von einem Zweigeschlechtersystem zu durchbrechen. Es gibt mehr als zwei Geschlechtsidentit\u00e4ten und eine Sexualit\u00e4t.<br \/>\nDas gesellschaftliche Konstrukt der Heteronormativit\u00e4t beurteilt Menschen nur nach ihrem \u00c4u\u00dferen und steckt sie in eine der beiden vorhandenen Kategorien und den dazugeh\u00f6rigen Rollenbildern.<br \/>\nDieser Kampftag soll alle einschlie\u00dfen, f\u00fcr die, die Gleichbehandlung von Menschen selbstverst\u00e4ndlich ist, die einschr\u00e4nkende und diskriminierende Normierungen und die konstruierten Machtverh\u00e4ltnisse nicht l\u00e4nger hinnehmen wollen.<\/p>\n<p>Feminismus ist vielf\u00e4ltig und so unterschiedlich, wie die Menschen, die sich daf\u00fcr eingesetzt haben, einsetzen und in Zukunft einsetzen werden.<br \/>\nDer 8.M\u00e4rz wird allgemein als Frauentag betitelt \u2013 uns reicht das nicht mehr. Wir sind nicht nur Frauen und wir m\u00fcssen uns dem Patriarchat gemeinsam k\u00e4mpferisch gegen\u00fcberstellen! Und genau deshalb organisieren wir den \u201efeministischen Kampftag 2o18!<\/p>\n<p>Feminismus bedeutet Herrschaftskritik. Es gibt kaum ein Gebiet, indem nicht patriarchale Normverst\u00e4ndnisse vorherrschen. Deshalb sind die Themen, die der Feminismus anprangert so vielf\u00e4ltig. Wir haben die Schwerpunkte des diesj\u00e4hrigen <span class=\"caps\">FKT<\/span> aus einem aktuellen Bezug und diverser Debatten gew\u00e4hlt. Dabei ist uns bewusst, dass diese keinesfalls einen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit haben.<\/p>\n<p><strong>you create your family<\/strong><\/p>\n<p>2017 haben wir in D zwei wichtige institutionelle Meilensteine erlebt: Erstens die l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Ehe f\u00fcr alle. Die Entscheidung hatte nicht nur Symbolcharakter, sondern spielt hier f\u00fcr gleichgeschlechtliche Paare das Adoptionsrecht bei der Familienplanung eine wichtige Rolle und wurde nun formal und vor allem b\u00fcrokratisch enorm erleichtert. Die Ehe f\u00fcr alle gilt seit Dezember 2017 zudem auch f\u00fcr Menschen, die sich nicht den Kategorien m\u00e4nnlich\/weiblich zuordnen lassen \u2013 nachdem gerichtlich entschieden wurde, die \u201eDritte Option\u201c des Geschlechts in den Pass eintragen lassen zu d\u00fcrfen. Dieser Schritt war besonders wichtig, um auf die Gleichstellung aller Personen, auch derer, die nicht ins traditionell-patriarchale heteronormative, bin\u00e4re System pressen lassen, hinzuarbeiten. Traditionell-geschlechterhierarische Familienstrukturen mit konservativen Wertevorstellungen m\u00fcssen trotzdem weiter aktiv demontiert werden, um Raum, Anerkennung und Ideen f\u00fcr zeitgem\u00e4\u00dfe Familienkonstellationen und emanzipierte Lebensumwelten f\u00fcr Kinder und Jugendliche zu schaffen, die sich ohne rosa\/hellblaue Verkleidung als kritische Individuen entwickeln d\u00fcrfen. In den meisten Beziehungen und Familien liegt dennoch die Verantwortung f\u00fcr Verh\u00fctung und die Reproduktionsarbeit nach einer Schwangerschaft bei Frauen*, deren Rolle sich hierbei oft entlang der neoliberalen Selbstoptimierungsideologie auf die betonte Vereinbarkeit von Beruf und Familie reduziert. Unbezahlte Care-Arbeit l\u00e4sst vor allem Alleinerziehende (zu 91% Frauen*), aber auch manche Unverheiratete und Selbstst\u00e4ndige durchs Raster der auf traditionellen Konzepten basierenden Familienf\u00f6rderung fallen, womit ihnen auch die Grundlage f\u00fcr weitere gesellschaftliche und politische Teilhabe \u00fcber das Familienleben hinaus massiv erschwert wird. Besonders in linken, sich als emanzipatorisch verstehenden R\u00e4umen muss die Akzeptanz und gleichberechtigte Teilhabe von Familien Element eines feministischen Selbstverst\u00e4ndnisses sein, um eine b\u00fcrgerliche<br \/>\nRetraditionalisierung der Individuen durch unkritische Elternschaft zu vermeiden.<\/p>\n<p><strong>keep the goverment out of my uterus<\/strong><\/p>\n<p>Frauen*, die einen Schwangerschaftsabbruch durchf\u00fchren lassen, werden nicht nur von der Gesellschaft abgewertet und stigmatisiert, sondern auch vom Staat. Schwangerschaftsabbr\u00fcche sind in Deutschland faktisch illegal (\u00a7218 StGB)! Nur unter bestimmten Voraussetzungen (\u00a7218a StGB) ist der Eingriff erlaubt, allerdings mit erheblichen H\u00fcrden f\u00fcr die Frauen*. Den Umstand der ungewollten Schwangerschaft k\u00f6nnen betroffene Frauen* somit auf der einen Seite als Wertkonflikt, auf der anderen Seite als Macht- bzw. Informationskonflikt wahrnehmen. Der Wertkonflikt \u00e4u\u00dfert sich h\u00e4ufig durch das Zusammenspiel von eigenen Bed\u00fcrfnissen und Lebensvorstellungen sowie gesellschaftlichen Erwartungen. Der Macht- und Informationskonflikt hingegen wird durch Pflichtberatungen, Wartezeiten und unzureichenden Informationen zum Abbruch sichtbar. Schwangere Frauen*, bei denen keine soziale Indikation vorliegt, m\u00fcssen an einer gesetzlich vorgeschriebenen Beratung teilnehmen. Der \u201cSchutz des ungeborenen Lebens\u201d steht allerdings hierbei im Fokus und Frauen* sollen \u201eermutigt\u201c werden, die Schwangerschaft fortzuf\u00fchren. Die Berater*innen sind jedoch verpflichtet, den Beratungsschein auszustellen! Der Abbruch kann lediglich in den ersten 12 Wochen vorgenommen werden, sowie drei Tage nach der Pflichtberatung. Es wird deutlich, dass die Paragraphen 218 und 219 im Strafgesetzbuch nicht den Anforderungen einer modernen und emanzipierten Gesellschaft entsprechen, sondern Frauen* lediglich ihre Autonomie abgesprochen wird.<\/p>\n<p>Das aktuelle Beispiel der Gie\u00dfener Gyn\u00e4kologin Kristina H\u00e4nel, die verurteilt wurde, da sie auf ihrer Homepage \u00fcber Schwangerschaftsabbr\u00fcche als Leistung informierte, zeigt die Tragweite des \u00a7219a StGB. Sie hatte auf ihrer Website alle Dienstleistungen, die ihre Praxis bietet, aufgef\u00fchrt \u2013 dazu geh\u00f6ren auch Schwangerschaftsabbr\u00fcche. Daraufhin wurde sie angezeigt und zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Vorwurf: Sie habe f\u00fcr Abbr\u00fcche geworben. Solche Anzeigen sind keine Einzelf\u00e4lle: vor allem christliche Fundamentalist*innen suchen aktiv nach Informationen, die als Werbung f\u00fcr diesen Eingriff interpretiert werden k\u00f6nnen. Sie fordern ein Verbot von Schwangerschaftsabbr\u00fcchen, ohne zu beachten, dass Frauen* Abbr\u00fcche dennoch durchf\u00fchren w\u00fcrden \u2013 bei vollst\u00e4ndiger Illegalisierung jedoch unter Lebensgefahr.<br \/>\nWie jedes Jahr veranstalten Abtreibungsgegner*innen, mit engen Verkn\u00fcpfungen zu z.B. AfD und <span class=\"caps\">CDU<\/span>, den sogenannten \u201cMarsch f\u00fcr das Leben\u201d unter anderem durch Annaberg-Buchholz. Informiert euch und kommt auch zur Gegendemo! Am 16.06.2018 nach Annaberg \u2013 es wird eine gemeinsame Busanreise aus Leipzig geben. Zeigt euch solidarisch und lasst uns gemeinsam f\u00fcr die Abschaffung der Paragrafen 218 und 219 StGB k\u00e4mpfen!<br \/>\nAbortion is a human right \u2013 keep the government out of my uterus!<\/p>\n<p><strong>sexwork is work!<\/strong><\/p>\n<p>Besonders im feministischen Diskurs unterliegt sexwork immer wieder kontroversen Diskussionen. Deutlich wird dabei, dass Sexarbeiter*innen auch in vermeintlich linken R\u00e4umen Objektivierung und gesellschaftlichen Stigmata unterworfen werden. Sexarbeit ist ein Feld mit vielen Facetten, die divers betrachtet werden m\u00fcssen. Selbstverst\u00e4ndlich lehnen wir Zwangsprostitution und Menschenhandel ab. Andererseits m\u00fcssen Sexarbeiter*innen in ihren Rechten als Lohnarbeitende gest\u00e4rkt werden. Mit dem Inkrafttreten des sogenannten Prostituiertenschutzgesetzes im letzten Jahr ist es uns ein besonderes Anliegen, Sexarbeiter*innen zu unterst\u00fctzen und die gest\u00e4rkte Machtstellung von Institutionen und Beh\u00f6rden zu benennen. Sexwork ist Arbeit und die zunehmende Illegalisierung, beh\u00f6rdliche Kontrollen und Repressionen verst\u00e4rken das Risiko von Zwangskontexten und nehmen ihnen die Selbstbestimmung.<br \/>\nWeiteres unter: sexarbeit-ist-arbeit.de<\/p>\n<p><strong>only yes means yes<\/strong><\/p>\n<p>Aktuelle Diskussionen, wie die \u201e#metoo-Debatte\u201c zeigen, wie wichtig es ist, die patriarchalen Machtstrukturen und deren Folgen f\u00fcr jede* und alle aufzuzeigen und zu durchbrechen. #metoo ist viel mehr als eine blo\u00dfe Debatte \u2013 sondern hat gezeigt, dass viele Menschen und besonders Frauen* allt\u00e4glich sexualisierter Gewalt auf verschiedensten Ebenen ausgesetzt sind. Nicht nur in einer Gesellschaft, in der ein Hashtag solch enorme Resonanz erf\u00e4hrt, ist die Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt unabdingbar \u2013 sondern global.<br \/>\nAuch in sich, als emanzipatorisch verstehenden Kreisen lassen sich frauen*verachtendes Verhalten und sexualisierte Gewalt finden. Patriarchalische Machtstrukturen \u00e4u\u00dfern sich h\u00e4ufig in den intimsten Beziehungen \u2013 egal wie das politische Selbstverst\u00e4ndnis ist. Sich und sein Umfeld in dieser Hinsicht zu reflektieren, hei\u00dft mehr, als B\u00fccher zu lesen, auf Demos zu gehen und zu gendern. Ein kritischer Blick ist unabdingbar. Denn das Private ist politisch!<br \/>\nDie unz\u00e4hligen Gewalterfahrungen und das h\u00e4ufige Schweigen dar\u00fcber zeigen das institutionelle Versagen beim Umgang mit frauen*verachtendem Handeln und Denken. Dem gilt es entschlossen entgegen zutreten und Aufkl\u00e4rung zu leisten.<br \/>\nFrauen*, die mehr verdienen als ihre M\u00e4nner, sind besonders h\u00e4ufig von sexualisierter Gewalt durch ihren Partner betroffen. Dieses Risiko steigt, wenn der gewaltt\u00e4tige Mann seinen Job verliert. Auch bei der #MeToo-Diskussion zeigt sich, dass Frauen*, die an Macht gewinnen, h\u00e4ufig zum Ziel von sexualisierter Bel\u00e4stigung oder Gewalt werden. Das Hauptmotiv dahinter ist die Annahme, Frauen* besitzen zu k\u00f6nnen. Die Objektivierung von Frauen*, also die Wahrnehmung von Frauen* als Sache (zB. Statussymbol, Haushaltskraft, Sexobjekt) sch\u00fcrt dieses Besitzdenken und damit die Annahme, frei \u00fcber sie verf\u00fcgen zu d\u00fcrfen.<br \/>\nDer h\u00e4rteste Ausdruck von Gewalt gegen Frauen ist der Femizid. Femizid bedeutet, dass Frauen get\u00f6tet werden, weil sie Frauen sind. Zum Beispiel Mord durch den Partner, so genannte Ehrenmorde oder Vergewaltigung mit Todesfolge. Raubmord etwa gilt nicht als Femizid. T\u00f6tungen von Frauen durch (Ex-)Partner bilden dabei h\u00e4ufig die Spitze einer Gewalteskalation und jahrelanger Gewalt in der Beziehung. Eine Frau* zu t\u00f6ten oder zu verletzen ist dar\u00fcber hinaus immer auch eine Form der Macht\u00e4u\u00dferung. Beides geh\u00f6rt untrennbar zusammen und bedingt sich gegenseitig. Es ist einfacher, \u00fcber eine Sache Macht auszu\u00fcben, als \u00fcber einen Menschen. Demnach ist es einfacher, das Opfer als Sache wahrzunehmen, um Macht auszu\u00fcben. Diese verzerrte Wahrnehmung f\u00fchrt dazu, dass nicht Einzelpersonen, sondern das Kollektiv der Frauen* von Mord bedroht ist. Der gesellschaftliche Umgang mit Femiziden tr\u00e4gt zu dieser Wahrnehmung bei und charakterisiert sie. Medial erfolgt oft ein sogenanntes \u201eVictimblaming\u201c, in dem das Opfer der Gewalttat beschuldigt wird: Phrasen wie, \u201eIhr Rock war zu kurz\u201c, \u201eIhr Verhalten provozierte ihn\u201c, oder \u201eSie wollte Ihn verlassen\u201c, sind typische Atikel\u00fcberschriften, die das zugrunde liegende System f\u00fcttern. H\u00e4ufig findet zudem eine Bagatellisierung von Femiziden statt, in dem sie z. B. als \u201eFamiliendrama\u201c dargestellt werden. Anders verh\u00e4lt es sich beim \u201eEhrenmord\u201c, der oft f\u00fcr politische Instrumentalisierung genutzt wird, um bestimmte Communities zu diffamieren. Der Femizid wird auch hier nicht als solcher wahrgenommen oder gar benannt. Es gibt in Deutschland keine statistischen Erhebungen zu Femiziden. Es werden nur T\u00f6tungsdelikte in Partnerschaften und deren Versuch statistisch erfasst. 2016 wurden 158 Frauen durch ihren (Ex-)Partner get\u00f6tet und 211 Frauen wurden Opfer von versuchten T\u00f6tungsdelikten. Demnach gibt es allein in Partnerschaften t\u00e4glich einen Mord oder einen Mordversuch an einer Frau. Bei diesen erschreckenden Zahlen sind bspw. K\u00f6rperverletzungen mit Todesfolge in Partnerschaften nicht einmal mit erfasst.<br \/>\nGeschechtsspezifische Morde finden weltweit statt. Dies ist der Grund, weshalb die Bewegung Ni una menos (In Deutschland #Keine mehr), die in Argentinien ihren Anfang fand, international aufgegriffen wurde. Es ist uns ein besonderes Anliegen auf Femizide aufmerksam zumachen. Es ist wichtig, diese besonders ausgepr\u00e4gte Form der Gewalt sichtbar zu machen, zu benennen und ein Bewusstsein daf\u00fcr zu schaffen \u2013 vor allem f\u00fcr ihre Ursachen und Mechanismen. F\u00fcr eine Welt in der Frauen* nicht l\u00e4nger objektiviert werden.<\/p>\n<p>Wir sind \u00fcberzeugt, dass diese Demonstration eine gute Gelegenheit ist, um auf diese und andere Missst\u00e4nde aufmerksam zu machen und feministische Inhalte auf die Stra\u00dfe zu bringen.<br \/>\nSeid k\u00e4mpferisch, laut und solidarisch.<br \/>\nKommt zur Demo und zu den Veranstaltungen rund um den <span class=\"caps\">FKT<\/span>!<br \/>\nFeminismus geht uns alle an!<\/p>\n<p>Wir w\u00fcnschen uns eine starke, geschlossene, lautstarke Demo ohne National-, Partei- und Gewerkschaftsflaggen.<\/p>\n<p>Alle Informationen zur Demonstration: <a href=\"http:\/\/feministischerkampftag.blogsport.eu\"><strong>HIER<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Feminism is more than you think Wir verstehen Feminismus als Vielfalt, als antirassistischen, antikapitalistischen und antisexistischen Kampf gegen Unterdr\u00fcckung und f\u00fcr Freir\u00e4ume. In den Familien! 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