{"id":2067,"date":"2018-01-15T16:22:20","date_gmt":"2018-01-15T14:22:20","guid":{"rendered":"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\/?p=2067"},"modified":"2018-10-15T14:10:10","modified_gmt":"2018-10-15T12:10:10","slug":"hafenstrasse96-gedenken-anklagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rassismus-toetet-leipzig.org\/index.php\/hafenstrasse96-gedenken-anklagen\/","title":{"rendered":"Hafenstra\u00dfe\u201996 \u2013 Gedenken &#038; Anklagen"},"content":{"rendered":"<p>Wir unterst\u00fctzen die Aktionen der Initiative &#8222;<a href=\"https:\/\/hafenstrasse96.org\/\">Hafenstra\u00dfe\u201996 \u2013 Gedenken &amp; Anklagen<\/a>&#8220; in L\u00fcbeck und zeigen am <strong>31. Januar ab 19 Uhr in der Meuterei <\/strong>(Zollschuppenstra\u00dfe 1) den Film:<\/p>\n<h3><strong>\u00bbTot in L\u00fcbeck\u00ab<\/strong><\/h3>\n<p>Ein Film von Lottie Marsau und Katharina Geinitz. Der Film dokumentiert die seltsamen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nach dem bis heute nicht aufgekl\u00e4rten Brandanschlag in der Hafenstra\u00dfe, bei dem zehn Menschen verbrannten. Spuren in das Neonazi-Milieu wurden nicht verfolgt. Stattdessen konzentrierten sich die Ermittlungen auf den Asylbewerber Safwan Eid. Marsau und Geinitz lassen in ihrer Dokumentation ausf\u00fchrlich den Staatsanwalt und Safwan Eids Verteidigerin zu Wort kommen. Kommentiert wird dies alles von dem Kabarettisten Dietrich Kittner.<\/p>\n<hr>\n<p>Hier der Aufruf der Initiative f\u00fcr eine Demonstration am 20. Januar in L\u00fcbeck:<\/p>\n<h3><strong>Hafenstra\u00dfe\u201996 \u2013 Gedenken &amp; Anklagen<\/strong><\/h3>\n<p>In der Nacht zum 18. Januar 1996 starben zehn Menschen. 38 wurden teils schwer verletzt und \u00fcberlebten nur durch Gl\u00fcck. Es war kein Zufall, dass es diese Menschen traf. Sie kamen aus Zaire, Togo, Angola und dem Libanon und es waren Neonazis, die in jenem Haus ein Feuer entfachten, das Gefl\u00fcchteten eine Unterkunft bot.<\/p>\n<p>Heute, 22 Jahre sp\u00e4ter, sind die T\u00e4ter noch immer nicht verurteilt. Dieser Brandanschlag, eingebettet in ein Klima, in dem die Angst vor \u201ezu vielen\u201c Gefl\u00fcchteten gesch\u00fcrt wurde, gilt heute bundesweit als Symbol f\u00fcr rassistische Gewalt. Doch der Brand in der Hafenstra\u00dfe reiht sich ein in eine lange Liste von Gewalttaten: Seit den fr\u00fchen 90er Jahren brannten in Stuttgart, Hoyerswerder, Schwerin, Rostock, Greifswald, Cottbus, Wismar, Boizenburg, Anklam, Hamburg, Aschaffenburg, Garbsen, Zielitz, Immenhausen, Duisburg, M\u00fcnchen, M\u00f6lln, Grimmen und Ludwigshafen Asylunterk\u00fcnfte. Diese Liste l\u00e4sst sich fortf\u00fchren und sie endet nicht mit dem Jahr 2000. So wurden vor knapp einem Jahr L\u00fcbecker Neonazis verurteilt, weil sie hier eine Gefl\u00fcchtetenunterkunft angegriffen haben.<\/p>\n<p>Noch immer sch\u00fcren und nutzen politische Kr\u00e4fte diese Angst und ziehen daraus ihren Erfolg. Die AfD, eine offen rassistische, antisemitische und sexistische Partei sitzt in den Parlamenten, die sog. \u201eIdentit\u00e4re Bewegung\u201c zeigt sich \u00f6ffentlich v\u00f6lkisch und gewaltt\u00e4tig. Stammtischparolen, die sie vor wenigen Jahren nur im engsten Kreis ge\u00e4u\u00dfert haben, sind salonf\u00e4hig geworden. International sieht es nicht anders aus: Trump hat seine Anh\u00e4nger*innen im Ku-Klux-Klan wie in der \u201eMitte\u201c der amerikanischen Gesellschaft. Erdogan macht in der T\u00fcrkei Jagd auf Kurd*innen. Nationalistische Organisationen gewinnen an Aufschwung.<\/p>\n<p>Der Hass, den sie verbreiten, t\u00f6tet auch heute Menschen. Vergangenes Jahr dokumentierte die \u201eChronik fl\u00fcchtlingsfeindlicher Anschl\u00e4ge\u201c 3.729 rassistische Gewalttaten. Rassismus ist seit langem Alltag in Deutschland. Doch auch nach 22 Jahren nehmen wir das nicht hin! Gemeinsam gehen wir gegen Rassismus auf die Stra\u00dfe, k\u00e4mpfen laut und bunt f\u00fcr einen politischen Richtungswechsel und gedenken den Betroffenen des Brandanschlags in der Hafenstra\u00dfe, sowie allen Betroffenen rechter Gewalt!<\/p>\n<p>Mit dieser Demonstration zeigen wir:<\/p>\n<p><strong>In L\u00fcbeck gibt es keinen Platz f\u00fcr Rassismus und rechte Hetze!<\/strong><br \/>\n<strong>Wir bleiben solidarisch mit allen Gefl\u00fcchteten und hei\u00dfen sie willkommen!<\/strong><br \/>\n<strong>Wir fordern das bedingungslose Recht auf Asyl, sichere Fluchtwege und menschenw\u00fcrdige Unterbringung von Gefl\u00fcchteten!<\/strong><br \/>\n<strong>Es ist der Rassismus, der get\u00f6tet hat und heute noch t\u00f6tet!<\/strong><br \/>\n<strong>Am 20. Januar 2018 machen wir uns stark f\u00fcr eine antirassistische und weltoffene Gesellschaft!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir unterst\u00fctzen die Aktionen der Initiative &#8222;Hafenstra\u00dfe\u201996 \u2013 Gedenken &amp; Anklagen&#8220; in L\u00fcbeck und zeigen am 31. Januar ab 19 Uhr in der Meuterei (Zollschuppenstra\u00dfe 1) den Film: \u00bbTot in L\u00fcbeck\u00ab Ein Film von Lottie Marsau und Katharina Geinitz. 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