{"id":1738,"date":"2015-08-10T11:39:50","date_gmt":"2015-08-10T09:39:50","guid":{"rendered":"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\/?p=1738"},"modified":"2015-09-04T11:41:23","modified_gmt":"2015-09-04T09:41:23","slug":"gedenkkongress-2015-in-leipzig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rassismus-toetet-leipzig.org\/index.php\/gedenkkongress-2015-in-leipzig\/","title":{"rendered":"Gedenkkongress 2015 in Leipzig"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Von <strong>Freitag, den 11. bis Sonntag, den 13. September 2015 findet in Leipzig der <\/strong>&#8222;<strong><a href=\"http:\/\/www.gedenkkongress.de\/\">Gedenkkongress 2015<\/a><\/strong>&#8220; statt. Dieser tr\u00e4gt den Titel: &#8222;NSU-Gedenken im Kontext bisheriger Gedenk- und Erinnerungspolitik nichtstaatlicher Gruppen an rechte Morde und Gewalttaten&#8220;. Das Programm zum Kongress findet sich <strong><a href=\"http:\/\/www.gedenkkongress.de\/programm\/\">HIER.<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Rostock, Hoyerswerda, M\u00f6lln\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zahlreiche Initiativen haben sich in der Vergangenheit f\u00fcr die Erinnerung an rechtsmotivierte Morde und Gewalttaten sowie f\u00fcr das Gedenken an die davon Betroffenen eingesetzt. Beispiele daf\u00fcr sind die Auseinandersetzungen um die Jahrestage der rassistischen Pogrome von Rostock und Hoyerswerda, den Brandanschlag von M\u00f6lln oder den Mord an Farid Guendoul in Guben. Die Erinnerung an die Taten und ihre Betroffenen ist eines der zentralen Handlungsfelder nichtstaatlicher, antirassistischer und antifaschistischer Gruppen gegen Rassismus, Neonazis und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit. Dabei unterscheidet sich die Erinnerungs- und Gedenkarbeit nichtstaatlicher Gruppen, die meist mit dem Anspruch agieren, aus der Perspektive der Betroffenen zu handeln, oft deutlich von Ans\u00e4tzen staatlicher Akteur*innen wie kommunaler Verantwortlicher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2026zum \u201eNationalsozialistischen Untergrund\u201c\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Seit dem Bekanntwerden des \u201eNationalsozialistischen Untergrunds\u201c wird bundesweit \u00fcber die Hintergr\u00fcnde und die Einordnung der Taten diskutiert. Dabei spielen auf der einen Seite staatliche Akteure, z.B. im Rahmen des Gerichtsprozesses gegen am NSU Beteiligte oder in parlamentarischen Untersuchungsaussch\u00fcssen, eine wichtige Rolle. Auf der anderen Seite setzen sich auch nichtstaatliche Initiativen wie \u201eKeupstra\u00dfe ist \u00fcberall\u201c als Teil des bundesweiten Aktionsb\u00fcndnisses \u201eNSU-Komplex aufl\u00f6sen\u201c mit einem starken Fokus auf die Situation der Betroffenen mit den Taten und ihren Folgen auseinander.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2026und zur\u00fcck.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem\u00a0 \u201eGedenkkongress 2015\u2033 soll zwischen diesen Entwicklungen eine Br\u00fccke geschlagen werden. Er tr\u00e4gt deshalb den Titel: \u201eNSU-Gedenken im Kontext bisheriger Gedenk- und Erinnerungspolitik nichtstaatlicher Gruppen an rechte Morde und Gewalttaten\u201c. Der dadurch gesetzte thematische Schwerpunkt beruht auf der Annahme, dass es nach dem Ende des NSU-Prozesses in M\u00fcnchen und der parlamentarischen Untersuchungsaussch\u00fcsse vor allem vom Handeln nichtstaatlicher Akteur*innen abh\u00e4ngen wird, ob und wie die Erinnerung an die Taten und Hintergr\u00fcnde des NSU sowie das Gedenken an die davon Betroffenen gestaltet werden wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Reflexion bisheriger Gedenk- und Erinnerungsarbeit nichtstaatlicher Initiativen sollen Schl\u00fcsse f\u00fcr das Andenken an die Betroffenen des NSU gezogen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Warum Sachsen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Veranstaltungsort wurde Leipzig ausgew\u00e4hlt und sich bewusst f\u00fcr eine Stadt in Sachsen entschieden. Der NSU konnte \u00fcber Jahre von dort aus agieren, er konnte sich hier erfolgreich verstecken und war bestens in die rechtsradikale Szene vernetzt. Bis heute wurden die Gr\u00fcnde daf\u00fcr von den staatlichen Beh\u00f6rden und zivilgesellschaftlichen Organisationen gerade in Sachsen kaum aufgearbeitet. Auch nach der Selbstenttarnung der NSU-K\u00f6pfe bleiben die Zahlen rassistischer und rechter Gewalttaten hier in Sachsen, aber auch bundesweit, erschreckend hoch. Ebenso kam es in Leipzig in der Vergangenheit zu mehreren rechtsmotivierten Morden wie an Kamal K. im Jahr 2010. In Sachsen besteht Diskussions- und Aufholbedarf in der Erinnerung an rechte Morde und Gewalttaten sowie in der Pr\u00e4ventionsarbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Kongress wird dank der Unterst\u00fctzung von zahlreichen Gruppen und Einzelpersonen erm\u00f6glicht. Er wird von\u00a0<a href=\"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\" target=\"_blank\">\u201eRassismus t\u00f6tet!\u201c Leipzig<\/a> und der <a href=\"http:\/\/pogrom91.tumblr.com\/\" target=\"_blank\">Initiative \u201ePogrom 91\u2033<\/a> organisiert. Der Besuch des Kongresses ist kostenlos. Dennoch freuen wir uns nat\u00fcrlich jederzeit \u00fcber Spenden.\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Freitag, den 11. bis Sonntag, den 13. September 2015 findet in Leipzig der &#8222;Gedenkkongress 2015&#8220; statt. Dieser tr\u00e4gt den Titel: &#8222;NSU-Gedenken im Kontext bisheriger Gedenk- und Erinnerungspolitik nichtstaatlicher Gruppen an rechte Morde und Gewalttaten&#8220;. Das Programm zum Kongress findet sich HIER. 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