{"id":1280,"date":"2013-10-31T20:40:30","date_gmt":"2013-10-31T18:40:30","guid":{"rendered":"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\/?p=1280"},"modified":"2014-06-15T22:02:13","modified_gmt":"2014-06-15T20:02:13","slug":"refugees-welcome-gegen-den-rassistischen-mob-in-schneeberg-und-uberall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rassismus-toetet-leipzig.org\/index.php\/refugees-welcome-gegen-den-rassistischen-mob-in-schneeberg-und-uberall\/","title":{"rendered":"02.11. Refugees welcome! &#8211; Gegen den rassistischen Mob in Schneeberg und \u00fcberall!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wir unterst\u00fctzen den Aufruf f\u00fcr eine antirassistische und antifaschistische Intervention in Schneeberg am 02.11.2013.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Abend des 19. Oktober zog eine Demonstration aus B\u00fcrger_Innen, organisierten und unorganisierten Nazis durch die s\u00e4chsische Stadt\u00a0 Schneeberg, um gegen eine Erstaufnahmestelle f\u00fcr Asylsuchende zu\u00a0 protestieren. Angaben \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe des \u201eLichtellauf\u201c genannten Fackelmarsches schwanken zwischen 800 und 1500 Teilnehmer_innen. Doch die tats\u00e4chliche Gr\u00f6\u00dfe des Aufmarsches spielt im Grunde genommen gar keine Rolle. Viel zu viele B\u00fcrger_innen und Nazis &#8211; Schwestern im\u00a0 Geiste &#8211; zogen Seite an Seite nachts durch die Stra\u00dfen um mit der symbolischen Fackel in der Hand, keinen Zweifel daran zu lassen, zu\u00a0 welchen Untaten sie bereit sind. Wir sind entsetzt und w\u00fctend!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch wir werden nicht tatenlos zusehen, weil wir nicht warten d\u00fcrfen, bis sich das Unfassbare wiederholt. Weil wir nicht warten d\u00fcrfen, bis die\u00a0 Rassist_innen ihren Worten Taten folgen lassen, und der Hass wieder in Gewalt umschl\u00e4gt. In diesem Moment ist es die verdammte Pflicht eines\u00a0 jeden Menschen, der auch nur einen Funken Anstand in sich tr\u00e4gt, sich sch\u00fctzend vor jene zu stellen, die mit der Fackel bedroht werden. Und es ist unsere Pflicht all jene mit allen Mitteln in die Schranken zu\u00a0 weisen, die mit verachtenswertem Hass geistige oder tats\u00e4chliche Feuer legen. In Rackwitz. In Berlin-Hellersdorf. In Greiz. Und jetzt auch in Schneeberg!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist schlimm genug, dass die g\u00e4ngige Praxis, Asylsuchende auf entlegene Orte zu schaffen, nur vereinzelte und deshalb leise Kritik nach sich zieht. Dabei ist es genau diese Praxis, die &#8211; in\u00a0 den Amtsstuben erdacht- verhindern soll, dass sich andere Menschen mit\u00a0 den Gefl\u00fcchteten solidarisieren, sich mit ihnen anfreunden, ihnen ein\u00a0 anst\u00e4ndiges Leben erm\u00f6glichen. Stattdessen ist es vielleicht\u00a0 gew\u00fcnschter, mindestens aber geduldeter Nebeneffekt, dass die\u00a0 Bev\u00f6lkerung vor Ort sich gegen die Heimbewohner_innen wendet und im\u00a0 schlimmsten &#8211; dem Schneeberger Fall &#8211; zur Fackel greift und zur Tat\u00a0 schreitet. Die Menschen, die in der Schneeberger \u201eJ\u00e4gerkaserne\u201c unter\u00a0 menschen- unw\u00fcrdigen Bedingungen leben m\u00fcssen, und gegen die sich der\u00a0 Protest richtet, sind also nicht allein. Sie teilen das Schicksal mit\u00a0 Gefl\u00fcchteten in ganz Deutschland. Doch was derzeit in Schneeberg\u00a0 geschieht hat eine besondere Qualit\u00e4t. Hinter der Initiative \u201eSchneeberg\u00a0 wehrt sich\u201c stecken f\u00fchrende NPD-Kader aus der Region. Auf Facebook verbreitet die mittlerweile fast 3.000 Mitglieder starke Gruppe\u00a0 Ger\u00fcchte und L\u00fcgen, die in erschreckender Weise an die 1992 verbreiteten\u00a0 \u201eGeschichten\u201c um die ZAST in Rostock-Lichtenhagen erinnern. Gleichzeitig br\u00fcstet sich die Gruppe damit einen B\u00fcrgerentscheid herbeif\u00fchren zu wollen. So gelang es der NPD und den anderen\u00a0 Rassist_innen die Ressentiments der Menschen vor Ort zu bedienen und sich gleichzeitig als friedliebende, demokratische und besorgte B\u00fcrgervereinigung zu inszenieren. Dass sich die Initiative mittlerweile gar nicht mehr darum bem\u00fcht das Offensichtliche zu verheimlichen und sich die Schneeberger B\u00fcrger_innen immer noch nicht von der Gruppe um die NPD-Nazis Stefan Hartung und Rico Illert distanzieren, ist entlarvend. Denn wenn Nazis den B\u00fcrgerentscheid fordern und sich f\u00fcr die Demokratie stark machen, dann nur, weil sie den rassistischen Mob hinter sich wissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den kommenden Samstag hat die NPD nun einen neuerlichen Fackelmarsch angemeldet und es ist zu erwarten, dass sich noch mehr Rassist_innen und Nazis zusammenfinden werden, um ihr menschenverachtendes Weltbild auf die Stra\u00dfe zu tragen. F\u00fcr uns hei\u00dft es\u00a0 deshalb, sich dem Schneeberger Treiben entgegenzustellen und unsere Solidarit\u00e4t mit den Gefl\u00fcchteten deutlich zu machen. Um Schlimmeres zu verhindern. Weil Rostock nicht vergessen ist!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb fordern wir\u00a0 die dezentrale Unterbringung aller Asylsuchenden und ein Bleiberecht f\u00fcr Alle! Die bundesweite Abschaffung der Residenzpflicht, des\u00a0 Arbeitsverbots und des Gutscheinzwangs. Ein Ende der Kriminalisierung von Antirassist_innen und der Solidarit\u00e4tsarbeit. Eine deutliches\u00a0 Zeichen der Solidarit\u00e4t mit allen Gefl\u00fcchteten und Schluss mit der rassistischen Hetze!<\/p>\n<p><strong>Samstag, 02.11.2013, 16:30 Uhr<\/strong><br \/>\n<strong>Antirassistische Demonstration<\/strong><br \/>\n<strong>Hundsh\u00fcblerstr. Ecke Eibenstockstr.<\/strong><br \/>\n<strong>Schneeberg\/ Sachsen<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir unterst\u00fctzen den Aufruf f\u00fcr eine antirassistische und antifaschistische Intervention in Schneeberg am 02.11.2013. Am Abend des 19. Oktober zog eine Demonstration aus B\u00fcrger_Innen, organisierten und unorganisierten Nazis durch die s\u00e4chsische Stadt\u00a0 Schneeberg, um gegen eine Erstaufnahmestelle f\u00fcr Asylsuchende zu\u00a0 protestieren. Angaben \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe des \u201eLichtellauf\u201c genannten Fackelmarsches schwanken zwischen 800 und 1500 Teilnehmer_innen. 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