{"id":472,"date":"2012-10-17T20:01:03","date_gmt":"2012-10-17T18:01:03","guid":{"rendered":"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\/?page_id=472"},"modified":"2020-03-18T01:33:49","modified_gmt":"2020-03-17T23:33:49","slug":"presse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.rassismus-toetet-leipzig.org\/index.php\/presse\/","title":{"rendered":"Presse"},"content":{"rendered":"<p>LVZ 29.10.2012:<\/p>\n<blockquote><p>Schweigeminute f\u00fcr Kamal K.<\/p>\n<p>Antirassismus-Demonstration mit mehr als 1000 Teilnehmern<\/p>\n<p>Mit einer friedlichen Demonstration gedachten am Samstag weit mehr als 1000 Menschen in Leipzig der Opfer rassistischer Gewalt. Anlass war der zweite Todestag des Irakers Kamal K., der mitten in der Stadt ermordet worden war. Aufgerufen zu dem Gedenkmarsch hatte unter anderem der Initiativkreis Antirassismus.<\/p>\n<p>Es ist 18.45 Uhr, als der Demonstrationszug am Samstag vis-\u00e0-vis vom Hauptbahnhof stoppt. In dem kleinen Park starb vor zwei Jahren Kamal K., ein 19 Jahre alter Iraker. &#8222;Zwei Rassisten haben sein Leben ausgel\u00f6scht&#8220;, sagt ein Sprecher \u00fcber Mikrofon. &#8222;Wir sind hier, um unserer Trauer, unserem Schmerz und unserer Wut Ausdruck zu verleihen.&#8220; Kamal K. war ein koptischer Christ, der mit seinen Angeh\u00f6rigen vor religi\u00f6ser Verfolgung aus dem Irak nach Leipzig geflohen war. Die Menschen gedenken des 19-J\u00e4hrigen in einer Schweigeminute.<\/p>\n<p>Gestartet war die ansonsten lautstarke Demonstration, die sich als Teil der bundesweiten Kampagne &#8222;Rassismus t\u00f6tet&#8220; versteht, bereits mehrere Stunden zuvor in der S\u00fcdvorstadt. Mit Spruchb\u00e4ndern wie &#8222;Niemand vergessen&#8220;, &#8222;Gegen Biederm\u00e4nner und Brandstifter&#8220; und &#8222;Verfassungsschutz schreddern&#8220; geht es mitten durch die City. Ziel: Lindenau. Im NPD-Zentrum, Odermannstra\u00dfe, soll eine Veranstaltung mit etwa zehn Teilnehmern stattfinden. Auf dem Weg dorthin f\u00fchrt der Protestzug auch an Orten vorbei, an denen Menschen zu Tode kamen, &#8222;weil sie nicht ins Weltbild ihrer M\u00f6rder passten&#8220;, so die Initiative. Genannt werden der wohnungslose Karl-Heinz T., der 2008 auf einer Bank am Schwanenteich unmittelbar neben der Oper zu Tode gepr\u00fcgelt wurde, sowie Achmed B., ein Asylbewerber aus Syrien. Der 30-J\u00e4hrige wurde 1996 in einem Gem\u00fcseladen an der Karl-Liebknecht-Stra\u00dfe mit einem Stich ins Herz get\u00f6tet. &#8222;Never forgive, never forget. Solidarit\u00e4t mit den Betroffenen des rechten und rassistischen Normalzustandes&#8220; lautet das Motto. Kritik wird an Politik, Justiz, Beh\u00f6rden und Medien ge\u00fcbt. Sie w\u00fcrden Zust\u00e4nde teils bagatellisieren. Nach Angaben von Miriam Schleicher, Sprecherin der Initiative, sind in Leipzig seit 1990 sechs Todesopfer rassistischer Gewalt zu beklagen. Damit liege Leipzig hinter Berlin auf Platz zwei der Statistik. Schleicher spricht von bundesweit mindestens 183 Morden mit rechtsextremistischem Hintergrund seit 1990. Die Bundesregierung erkenne nur 63 als solche davon an.<\/p>\n<p>Die Demo der linken Szene wird von etlichen Hundertschaften der Polizei, darunter Beamten aus Brandenburg, Hessen und Bayern, begleitet. Zahlen der Einsatzkr\u00e4fte will Polizeisprecher Uwe Voigt nicht nennen. Mit Ausnahme von zwei B\u00f6llerw\u00fcrfen sei es zu keinen St\u00f6rungen gekommen. Voigt spricht von 1200 Teilnehmern, von 1500 hingegen die Initiatoren. Sie wiederum beklagen die zu hohe Pr\u00e4senz der Einsatzkr\u00e4fte. Drei- bis vierreihige Polizeieinheiten h\u00e4tten den Zug umschlossen, so dass das inhaltliche Anliegen teils nicht mehr habe transportiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kurz nach 20 Uhr erreicht der Demonstrationszug die Odermannstra\u00dfe. Protest gegen die geplanten NPD-Kundgebungen am 1. November wird angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Sabine Kreuz<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Politik\/Leipzig\/2012\/10\/Wo-wart-ihr-in-Rostock-1.200-Menschen-demonstrierten.html\">LIZ 28.10.2012<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Wo wart ihr in Rostock?&#8220;: 1.200 Menschen demonstrierten gegen Rassismus<\/p>\n<p>Etwa 1.200 Menschen haben am Nachmittag des 27. Oktober an einer antirassistischen Demonstration quer durch Leipzig teilgenommen. Die Veranstaltung war in die bundesweite Kampagne &#8222;Rassismus t\u00f6tet&#8220; eingebettet. Die Teilnehmer zogen ab 16.30 Uhr vom S\u00fcdplatz aus durch die Innenstadt bis zum NPD-Zentrum in Lindenau. Die Lage blieb dabei fast durchweg friedlich.<\/p>\n<p>Seit der Wiedervereinigung kamen sechs Leipziger durch rechte Gewalt zu Tode. Ihre Namen hielten die Demonstranten auf Holztafeln in die Luft. &#8222;Never forgive, never forget!&#8220; lautete das Motto der Veranstaltung, die nach Polizeiangaben rund 1.200 Teilnehmer z\u00e4hlte. Ab 16 Uhr sammelten sie sich am S\u00fcdplatz. Gegen 16.30 Uhr starteten sie ihren Aufzug, der an mehreren Orten vorbeif\u00fchrte, an denen Neonazis Menschen t\u00f6teten, weil diese nicht in ihr Weltbild passten. Keine Frage, die Antirassisten sind w\u00fctend. Sowohl auf den Staat als auch auf eine diskriminierende Alltagskultur, die sich in Leipzig an der Diskot\u00fcr oder der hitzig gef\u00fchrten Debatte um geplante Asylbewerberunterk\u00fcnfte festmachen l\u00e4sst&#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Politik\/Leipzig\/2012\/10\/Wo-wart-ihr-in-Rostock-1.200-Menschen-demonstrierten.html\">weiter<\/a><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lvz-online.de\/leipzig\/citynews\/leipziger-gedenken-ermordung-von-kamal-k-demonstration-mit-1500-teilnehmern\/r-citynews-a-160315.html\">LVZ 28.10.2012<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p><strong>1200 Menschen gedenken ermordetem Kamal K. in Leipzig \u2013 Polizeipr\u00e4senz kritisiert<\/strong><\/p>\n<p>Leipzig. Etwa 1200 Menschen haben am Samstag in Leipzig mit einer Demonstration an die Ermordung von Kamal K. vor zwei Jahren und anderer Opfer rassistischer Gewalt in Leipzig erinnert. Der 19-j\u00e4hrige Iraker war im Oktober 2010 vor dem Hauptbahnhof von zwei M\u00e4nnern angesprochen und aufgrund seiner ausl\u00e4ndischen Herkunft niedergestochen worden. Er starb kurz nach dem Angriff an seinen schweren Stichverletzungen. Die Initiatoren bezeichneten den Marsch am Sonntag als \u201eunmissverst\u00e4ndliches Zeichen gegen den rassistischen Normalzustand\u201c bei dem an Menschen erinnert wurde, \u201edie durch menschenverachtende Gewalt sogar ihr Leben lassen mussten.\u201c<\/p>\n<p>Die von mehreren Hundertschaften der Polizei begleitete Demonstration f\u00fchrte von der S\u00fcdvorstadt \u00fcber den Tatort im Mordfall Kamal K. in der Leipziger City bis hin zum B\u00fcro der rechtsextremen NPD im Stadtteil Lindenau. Wie Polizeisprecher Daniel Kapferer gegen\u00fcber LVZ-Online sagte, kam es dabei zu keinen nennenswerten Zwischenf\u00e4llen. \u201eEs gab vereinzelte B\u00f6llerw\u00fcrfe, aber im Allgemeinen war es ein sehr friedlicher Verlauf der Demo\u201c, sagte&nbsp;Kapferer am Samstagabend.<\/p>\n<p>Dagegen beklagten die Initiatoren am Sonntag eine zu hohe Pr\u00e4senz der Einsatzkr\u00e4fte. \u201eDer vollkommen \u00fcberdimensionierte Einsatz beweist, dass antirassistische und antifaschistische Praxis dem Staat ein Dorn sind\u201c, sagte Sprecherin Miriam Schleicher und f\u00fcgte an: \u201eTeilweise umschlossen drei- bis vierreihige Polizeieinheiten den Zug \u2013 so dass das inhaltliche Anliegen zum Teil nicht mehr transportiert werden konnte.\u201c<\/p>\n<p>Schon im Vorfeld der Demonstration hatten die Veranstalter Kritik an Politik und Beh\u00f6rden ge\u00fcbt, weil jene ihrer Meinung nach Rassismus bagatellisieren w\u00fcrden. Laut einer Auflistung der Amadeu-Antonio-Stiftung soll es seit 1990 mindestens 183 rechtsmotivierte Morde im Land gegeben haben, wovon bisher allerdings erst 63 auch von der Bundesrepublik als solche anerkannt wurden, hie\u00df es in einer Stellungnahme.<\/p>\n<p>Die beiden Neonazis, die f\u00fcr den Tod von Kamal K. in Leipzig verantwortlich waren, wurden 2011 zu Gef\u00e4ngnisstrafen verurteilt. Der 33 Jahre alte Hauptt\u00e4ter erhielt 13 Jahre Haft wegen Mordes. Zudem wurde anschlie\u00dfende Sicherungsverwahrung angeordnet. Der 29 Jahre alte Kumpan des Hauptt\u00e4ters wurde zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Nach \u00dcberzeugung des Gerichts wurde der Iraker ausgew\u00e4hlt, weil er ausl\u00e4ndisch aussah.<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sz-online.de\/Nachrichten\/Chemnitz\/500_Polizisten_sichern_linken_Marsch_zur_NPD\/articleid-3191414\">SZ 27.10.2012<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>500 Polizisten sichern linken Marsch zur NPD<\/p>\n<p>Leipzig. Zwei Jahre nach dem Mord an einem Iraker in Leipzig wird es heute in der Stadt eine gro\u00dfe Protestdemonstration gegen Rassismus und Neonazismus geben. Brisant: Die rund 1.000 erwarteten Teilnehmer aus der ganzen Republik wollen vor dem B\u00fcro der rechtsextremen NPD aufmarschieren.<\/p>\n<p>Am 24. Oktober 2010 wurde Kamal K. (19) in einem Park vorm Leipziger Hauptbahnhof von zwei Neonazis &#8211; einer mit SS-Runen und Hakenkreuz t\u00e4towiert &#8211; zusammengeschlagen und niedergestochen. Der vor religi\u00f6ser Verfolgung aus dem Irak geflohene koptische Christ verblutete.<\/p>\n<p>Unter dem Slogan \u201eNever forgive, never forget\u201c (dt.: \u201eNiemals vergeben, niemals vergessen\u201c) wollen Antifaschismus-Aktivisten aus ganz Deutschland die Leipziger heute an das brutale Verbrechen und an den nach ihrer Auffassung \u201erassistischen Normalzustand\u201c im Land erinnern. Der Protestmarsch f\u00fchrt ab dem Nachmittag vom S\u00fcdplatz durch die Innenstadt hin zum NPD-B\u00fcro im Leipziger Westen.<\/p>\n<p>Um eine Konfrontation zwischen Links- und Rechtsradikalen zu verhindern, wird die Polizei die Demo gleich mit f\u00fcnf Einsatzhundertschaften absichern. Leipzigs Vize-Polizeipr\u00e4sident Lutz Rodig, der den Einsatz f\u00fchrt, hat zur Verst\u00e4rkung Polizeieinheiten aus Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen und vom Bund angefordert. (-bi.-)<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/sachsen\/leipzig\/demonstration208_zc-20d3192e_zs-423b0bc6.html\">MDR 27.10.2012<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Leipzig Gedenkdemo gegen Rassismus<\/p>\n<p>Mit einem Gedenkmarsch ist am Sonnabend in Leipzig an Opfer rechter Gewalt erinnert worden. Angaben des Leipziger Initiativkreises Antirassismus zufolge beteiligen sich rund 1.200 Menschen. Die Polizei sprach von 800 Demonstranten. Anlass der Aktion war gewaltsame Tod des Irakers Kamal K. vor genau zwei Jahren. Der 19-J\u00e4hrige, der wegen religi\u00f6ser Verfolgung aus seiner Heimat gefl\u00fcchtet war, war Ende Oktober 2010 von zwei Neonazis am Leipziger Hauptbahnhof niedergestochen worden.<\/p>\n<p>Route f\u00fchrt vorbei an Tatorten<\/p>\n<p>Die Veranstalter erkl\u00e4rten, die Demonstration sei Teil einer bundesweiten Kampagne gegen Rassismus. Der Marsch startete am fr\u00fchen Samstagabend im Leipziger S\u00fcden und endete in Lindenau. Die Route f\u00fchrt an Pl\u00e4tze in Leipzig, an denen in den vergangenen Jahren Menschen aus rassistischen Gr\u00fcnden get\u00f6tet wurden. Der Initiativkreis geht von sechs rassistisch motivierten Morden aus. Damit liege Leipzig hinter Berlin auf Platz zwei in der bundesweiten Statistik. Deutschlandweit spricht die Initiative von mindestens 183 rechts motivierten Morden seit 1990. Das Bundesinnenministerium geht von 63 Taten aus. Die Polizei begleitete den Gedenkzug mit einem Gro\u00dfaufgebot. Bef\u00fcrchtete Ausschreitungen blieben aus.<\/p>\n<p>Landgericht sah rassistisches Tatmotiv als erwiesen an<\/p>\n<p>Im Prozess um den Mord an den Iraker Kamal K. hatte das Landgericht Leipzig hohe Strafen ausgesprochen: Der 33-j\u00e4hrige Hauptangeklagte wurde wegen Mordes zu 13 Jahren Haft und Sicherheitsverwahrung verurteilt, der 29-j\u00e4hrige Mitt\u00e4ter muss wegen gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung eine dreij\u00e4hrige Haftstrafe absitzen. Als Tatmotiv nannte das Gericht Fremdenhass. Der betr\u00e4chtlich vorbestrafte Hauptangeklagte, der das menschenverachtende Gedankengut der Naziszene mit seinen T\u00e4towierungen zur Schau trage, habe &#8222;grundlos Streit&#8220; mit seinem Opfer gesucht. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Angreifer den jungen Iraker mit einem Klappmesser so schwer verletzt hatte, dass dieser noch am gleichen Tag im Krankenhaus starb. Der Hauptt\u00e4ter war jahrelang Mitglied einer rechtsextremen Kameradschaft und trug zur Tatzeit wie sein Kumpane Kleidung der Marke Thor Steinar, mit der die Zugeh\u00f6rigkeit zur rechtsextremen Szene demonstriert wird. Zu Jahresbeginn wies der Bundesgerichtshof eine Revision des Urteils zur\u00fcck, es ist damit rechtskr\u00e4ftig.<\/p><\/blockquote>\n<div>\n<blockquote><p>Der Mord an den jungen Iraker hatte immer wieder auch f\u00fcr Aufsehen gesorgt, da die Staatsanwaltschaft in Leipzig ein politisches Motiv in Form von Rassismus f\u00fcr die Tat ausgeschlossen hatte.<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8212;<\/p>\n<\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bild.de\/regional\/leipzig\/demonstrationen\/linken-demonstration-in-leipzig-26898518.bild.html\">Bild 27.10.2012<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Legen Samstag 1000 Linke Leipzig lahm?<\/p>\n<p>Leipzig \u2013 <strong>Erh\u00f6hte Alarmstufe heute in Leipzig! <\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Prominente aus Show, Politik und Wirtschaft heute auf dem Opernball tanzen, werden rund 1000 Linke in der Stadt demonstrieren. Darunter laut Polizei auch gewaltbereite Autonome. Mehrere Hundertschaften sind im Einsatz, selbst aus anderen Bundesl\u00e4ndern wurde Verst\u00e4rkung angefordert. Unter dem Motto \u201eNever forgive, never forget\u201c demonstrieren die Linken von 16.30 Uhr bis circa 21 Uhr gegen Rassismus und rechten Terror.Auf ihrer Tour sollen sechs Kundgebungen abgehalten werden. Sammlungsort wird der S\u00fcdplatz sein, von dort zieht der Demonstrationszug \u00fcber die Innenstadt (u.a. Grimmaische Stra\u00dfe) bis zum Lindenauer Markt. Die Polizei weist darauf hin, dass es im Zuge der Demo zu erheblichen Staus kommen kann. Manche Stra\u00dfen werden kurzzeitig gesperrt.<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong>Freie Radios<\/strong>: <a href=\"http:\/\/freie-radios.net\/51731\">&#8222;Never forgive, Never forget \u2013 Remembering means fighting!&#8220; Demo in Leipzig am 27.10.2012 &#8211; Interview mit einem Vertreter der Kampagne &#8222;Rassismus t\u00f6tet&#8220;<\/a><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong>Pressemitteilungen von uns:<\/strong><\/p>\n<div id=\"wiki_html\">\n<p>Rassismus t\u00f6tet! Leipzig<br \/>\n<a href=\"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\">rassismus-toetet-leipzig.org<\/a><br \/>\ninitiativkreis@riseup.net<\/p>\n<p>Leipzig, 28.10.2012<\/p>\n<p><strong>Pressemitteilung<\/strong><\/p>\n<blockquote><p><strong>&#8211; Demonstration gegen Rassismus in Leipzig mit \u00fcber 1.500 TeilnehmerInnen<br \/>\n&#8211; Massives Polizeiaufgebot als Zeichen der Kriminalisierung antirassistischen und antifaschistischen Engagements<\/strong><\/p>\n<p>Am 27.10.2012 demonstrierten in Leipzig \u00fcber 1500 Menschen unter dem Motto \u201eNever forgive, Never forget \u2013 Remembering means fighting\u201c gegen Rassismus. Ein Anlass der Demonstration, die von der Leipziger Kampagnengruppe \u201eRassismus t\u00f6tet!\u201c organisiert wurde, war der zweite Todestag von Kamal K., der im Oktober 2010 am Leipziger Hauptbahnhof von zwei Neonazis ermordet wurde. Auch an die f\u00fcnf anderen Menschen, die seit 1990 in Leipzig gewaltsam zu Tode kamen, weil sie nicht ins Weltbild ihrer M\u00f6rder passten, wurde im Rahmen der Demonstration erinnert. So lief der Demo-Zug am Schwanenteich an der Oper vorbei, wo der wohnungslose Karl-Heinz T. im August 2008 von einem Nazi schwer verletzte wurde, so dass er wenig sp\u00e4ter an den Folgen verstarb. An der Ritterpassage gegen\u00fcber des Hauptbahnhofes gedachten die DemonstrationsteilnehmerInnen mit einer Schweigeminute des ermordeten Kamal K. Mit einer Zwischenkundgebung vor der Staatsanwaltschaft wurde die negative Rolle von staatlichen Beh\u00f6rden und Justiz bei der Aufkl\u00e4rung und Anerkennung solcher Gewalttaten als rechts motiviert kritisiert. Der St\u00fctzpunkt der lokalen und regionalen Naziszene, das NPD-Zentrum in der Odermannstra\u00dfe 8, war der letzte Punkt der Demonstration.<\/p>\n<p>Zahlreiche Redebeitr\u00e4ge thematisierten den allgegenw\u00e4rtigen gesellschaftlichen und staatlichen Rassismus. Migrant*innen erfahren in Deutschland tagt\u00e4glich Diskriminierung und Ausgrenzung. Fl\u00fcchtlinge, die in Deutschland Asyl suchen, sind davon besonders betroffen. Sie d\u00fcrfen weder in eigenen Wohnungen leben noch d\u00fcrfen sie sich frei bewegen oder einer Erwerbsarbeit nachgehen. Diese politisch gewollte Ausgrenzung geht mit einem krassen gesellschaftlichen Rassismus einher. Auch heute organisieren sich bundesweit B\u00fcrger*innen gegen die Errichtung von Asylsuchenden-Unterk\u00fcnften. In Leipzig machten im Sommer vor allem AnwohnerInnen in Portitz und Wahren gegen Fl\u00fcchtlinge mobil und propagierten rassistische Ressentiments.<\/p>\n<p>\u201eWir haben mit der Demonstration ein unmissverst\u00e4ndliches Zeichen gegen den rassistischen Normalzustand gesetzt und die Menschen gew\u00fcrdigt, die durch menschenverachtende Gewalt sogar ihr Leben lassen mussten. Rechte Gewalt ist immer Produkt eines gesellschaftlichen Klimas.\u201c so Miriam Schleicher, Pressesprecherin der Leipziger Kampagnengruppe.<br \/>\n\u201eDass die Polizei dieses Klima pr\u00e4gt zeigen nicht nur ihre rassistische Kontroll- und Strafverfolgungspraxis (\u201eracial profiling\u201c) oder die nachl\u00e4ssige Ermittlungsarbeit bei rassistisch motivierten \u00dcbergriffen. Auch der vollkommen \u00fcberdimensionierte Einsatz bei der Demonstration beweist, dass antirassistische und antifaschistische Praxis dem Staat ein Dorn sind.\u201c<br \/>\nDie Polizei begleitete die Demonstration mit einem massiven Aufgebot \u2013 teilweise umschlossen drei- bis vierreihige Polizeieinheiten den Zug \u2013 so dass das inhaltliche Anliegen zum Teil nicht mehr transportiert werden konnte. Mehrere kommunikative Versuche diese Situation zu \u00e4ndern, scheiterten. Erst durch den Stopp der Demonstration an der Angerbr\u00fccke konnte der R\u00fcckzug von Beamt*innen erwirkt werden.<br \/>\nAls in der Innenstadt ein 15 mal 5 Meter gro\u00dfes Transparent mit dem Schriftzug \u201eRassismus t\u00f6tet. Durch Pogrome, Asylgesetzgebung, geistige Brandstiftung, Pogrome\u201c enth\u00fcllt wurde, reagierten die polizeilichen Einsatzkr\u00e4fte vollkommen hysterisch. Mehrmal wurde der Demonstrationszug zudem grundlos abgefilmt.<br \/>\n\u201eScheinbar will die Polizei antirassistisches und antifaschistisches Engagement repressiv unterbinden und auch in der \u00d6ffentlichkeit als potentiell kriminell darstellen. Das lassen wir uns nicht bieten. Wir werden weiter gegen den rassistischen Normalzustand k\u00e4mpfen.\u201c so Miriam Schleicher im Namen der Leipziger \u201eRassismus t\u00f6tet!\u201c-Gruppe.<\/p>\n<p>Schon n\u00e4chste Woche wird es in Leipzig dazu Gelegenheit geben. Am 1.11.2012 will die NPD in Leipzig zwei Kundgebungen abhalten. Eine davon vor einer zuk\u00fcnftigen Unterkunft f\u00fcr Asylsuchende in Wahren, die andere vor einer Moscheegemeinde in der Roscherstra\u00dfe. Vor diesem Hintergrund melden sich Wahrener B\u00fcrger*innen wiederum aggressiv und rassistisch zu Wort. Das Problem ist f\u00fcr sie allerdings nicht die NPD und deren rassistisches Weltbild, sondern die Unterbringung von Asylsuchenden in ihrer Nachbarschaft und vermeintliche \u201eLinksextremist*innen\u201c, die die \u201ebeschauliche Ruhe\u201c in Wahren st\u00f6ren.<br \/>\n\u201eWir werden die rassistische Stimmungsmache der Wahrener*innen, die sich als Kritik an mangelnder Einbeziehung durch die Stadtverwaltung tarnt, nicht unwidersprochen stehen lassen.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr R\u00fcckfragen:<br \/>\nMiriam Schleicher, initiativkreis@riseup.net, Tel. Tel.: 01577-9591731<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Rassismus T\u00f6tet Leipzig<br \/>\n<a href=\"https:\/\/fckp3.dontexist.net\/blogs\/wordpress\/rassismus-toetet\/wordpress\">rassismus-toetet-leipzig.org<\/a><br \/>\ninitiativkreis@riseup.net<\/p>\n<p>Leipzig, 22.10.2012<\/p>\n<p>Pressemitteilung<\/p>\n<blockquote><p><strong>Antirassistische Demonstration am 27.10. in Leipzig erinnert an Todesopfer rechter Gewalt und kritisiert gesellschaftlichen und staatlichen Rassismus<\/strong><\/p>\n<p>Der Leipziger Teil der bundesweiten Kampagne \u201cRassismus t\u00f6tet!\u201d organisiert am n\u00e4chsten Samstag, dem 27.10 eine Demonstration durch Leipzig. Diese soll 16 Uhr vom S\u00fcdplatz starten und durch die Innenstadt nach Lindenau f\u00fchren. Terminlich ist die Demonstration eng an den zweij\u00e4hrigen Todestag von Kamal K. gekn\u00fcpft. Dieser wurde im Oktober 2010 von zwei Neonazis in der N\u00e4he des Leipziger Hauptbahnhofs erstochen.<\/p>\n<p>Dazu Miriam Schleicher, Pressesprecherin der Kampagne: \u201eSeit der Wende mussten sechs Menschen in Leipzig ihr Leben lassen, weil sie nicht in das beschr\u00e4nkte Weltbild von Neonazis passten. Damit liegt Leipzig auf Platz zwei der bundesweiten Statistik \u2013 hinter Berlin. Wie die Recherchen von Journalist*innen und der Amadeu-Antonio-Stiftung belegen, gab es seit 1990 bundesweit mindestens 183 rechts motivierte Morde. Die Bundesregierung erkennt nur 63 von ihnen offiziell an.<br \/>\nEs ist ein Skandal, dass auch heute Menschen nur aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Lebensweise oder ihres sozialen Status von Neonazis ermordet werden. Und es ist skandal\u00f6s, dass die Politik und Beh\u00f6rden diese Zust\u00e4nde systematisch bagatellisieren und verschleiern, wie auch derzeit wieder im Rahmen der Verhandlung gegen die M\u00f6rder des wohnungslosen Andre K., der im Mai 2011 in Oschatz von f\u00fcnf M\u00e4nnern zu Tode gepr\u00fcgelt wurde. Ein sozialdarwinistisches Motiv ist hier wahrscheinlich. F\u00fcr Polizei und Gericht wird in diese Richtung noch nicht einmal ermittelt. Gegen diese Praxis der Ignoranz und Verharmlosung wollen wir demonstrieren.\u201c<\/p>\n<p>Die Demonstration wird an verschiedenen Orten vorbeif\u00fchren, an denen Menschen durch rechte Gewalt zu Tode kamen, z.B. dem Schwanenteich, wo der wohnungslose Karl-Heinz T. 2008 von einem Nazi in den Tod gepr\u00fcgelt wurde, an der Karl-Liebknecht-Stra\u00dfe, wo der Asylbewerber Achmed B. 1996 von zwei Nazis erstochen wurde und am Park vor dem Hauptbahnhof, wo Kamal K. 2010 ebenfalls von zwei Nazis erstochen wurde.<\/p>\n<p>Rechts motivierte Gewalt baut immer auf ein gesellschaftliches Klima auf. Auch in Leipzig ziehen sich menschenverachtende Einstellungen quer durch die Stadtgesellschaft. Die Kampagne \u201eRassismus t\u00f6tet!\u201c erinnert in diesem Zusammenhang an die Debatte um die Ver\u00e4nderung der Unterbringung von Asylsuchenden im Sommer diesen Jahres. Dazu Miriam Schleicher: \u201eLeipzig stellt sich nach au\u00dfen hin als eine tolerante und weltoffene Stadt dar. Die Realit\u00e4t ist allerdings eine andere. Auch in Leipzig sind menschenverachtende Einstellungen weit verbreitet, eine tats\u00e4chliche Auseinandersetzung mit Neonazis und ihren Einstellungen findet oft gar nicht statt, rechte \u00dcbergriffe und Morde werden von Polizei, Justiz und Teilen der Politik bagatellisiert. Die gebetsm\u00fchlenartige Bekundung weltoffen zu sein, \u00fcberdeckt die Problemlagen und verhindert eine tief greifende Auseinandersetzung.\u201c<\/p>\n<p>Die Kampagne \u201eRassismus t\u00f6tet!\u201c will mit der Demonstration am 27.10.2012 einerseits an die Menschen erinnern, die aus rassistischen und anderen menschenverachtenden Motiven ermordet wurden und andererseits die gesellschaftlichen Ursachen dieser krassesten Ausformung von Rassismus und Diskriminierung thematisieren. Dazu geh\u00f6rt u.a. auch die staatliche Asyl- und Fl\u00fcchtlingspolitik. Wichtige Ankn\u00fcpfungspunkte der Kampagne sind bestehende antirassistische K\u00e4mpfe, wie z.B. der j\u00fcngst erfolgte Fl\u00fcchtlingsprotestmarsch, der auch durch Leipzig f\u00fchrte.<\/p>\n<p>F\u00fcr R\u00fcckfragen:<br \/>\nMiriam Schleicher<br \/>\ninitiativkreis@riseup.net<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8212;<\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Artikel \u00fcber die Kampagne in Leipzig:<\/strong><\/p>\n<p>MDR, 27.10.2012<\/p>\n<blockquote><p>Gedenkdemo gegen Rassismus<\/p><\/blockquote>\n<div>\n<div>\n<blockquote><p>Mit einem Gedenkmarsch ist am Sonnabend in Leipzig an Opfer rechter Gewalt erinnert worden. Angaben des Leipziger Initiativkreises Antirassismus zufolge beteiligen sich rund 1.200 Menschen. Die Polizei sprach von 800 Demonstranten. Anlass der Aktion war gewaltsame Tod des Irakers Kamal K. vor genau zwei Jahren. Der 19-J\u00e4hrige, der wegen religi\u00f6ser Verfolgung aus seiner Heimat gefl\u00fcchtet war, war Ende Oktober 2010 von zwei Neonazis am Leipziger Hauptbahnhof niedergestochen worden.<\/p>\n<p>Route f\u00fchrt vorbei an Tatorten<\/p><\/blockquote>\n<div>\n<blockquote><p>Die Veranstalter erkl\u00e4rten, die Demonstration sei Teil einer bundesweiten Kampagne gegen Rassismus. Der Marsch startete am fr\u00fchen Samstagabend im Leipziger S\u00fcden und endete in Lindenau. Die Route f\u00fchrt an Pl\u00e4tze in Leipzig, an denen in den vergangenen Jahren Menschen aus rassistischen Gr\u00fcnden get\u00f6tet wurden. Der Initiativkreis geht von sechs rassistisch motivierten Morden aus. Damit liege Leipzig hinter Berlin auf Platz zwei in der bundesweiten Statistik. Deutschlandweit spricht die Initiative von mindestens 183 rechts motivierten Morden seit 1990. Das Bundesinnenministerium geht von 63 Taten aus. Die Polizei begleitete den Gedenkzug mit einem Gro\u00dfaufgebot. Bef\u00fcrchtete Ausschreitungen blieben aus.<\/p>\n<p>Landgericht sah rassistisches Tatmotiv als erwiesen an<\/p>\n<p>Im Prozess um den Mord an den Iraker Kamal K. hatte das Landgericht Leipzig hohe Strafen ausgesprochen: Der 33-j\u00e4hrige Hauptangeklagte wurde wegen Mordes zu 13 Jahren Haft und Sicherheitsverwahrung verurteilt, der 29-j\u00e4hrige Mitt\u00e4ter muss wegen gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung eine dreij\u00e4hrige Haftstrafe absitzen. Als Tatmotiv nannte das Gericht Fremdenhass. Der betr\u00e4chtlich vorbestrafte Hauptangeklagte, der das menschenverachtende Gedankengut der Naziszene mit seinen T\u00e4towierungen zur Schau trage, habe &#8222;grundlos Streit&#8220; mit seinem Opfer gesucht. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Angreifer den jungen Iraker mit einem Klappmesser so schwer verletzt hatte, dass dieser noch am gleichen Tag im Krankenhaus starb. Der Hauptt\u00e4ter war jahrelang Mitglied einer rechtsextremen Kameradschaft und trug zur Tatzeit wie sein Kumpane Kleidung der Marke Thor Steinar, mit der die Zugeh\u00f6rigkeit zur rechtsextremen Szene demonstriert wird. Zu Jahresbeginn wies der Bundesgerichtshof eine Revision des Urteils zur\u00fcck, es ist damit rechtskr\u00e4ftig.<\/p><\/blockquote>\n<div>\n<blockquote><p>Der Mord an den jungen Iraker hatte immer wieder auch f\u00fcr Aufsehen gesorgt, da die Staatsanwaltschaft in Leipzig ein politisches Motiv in Form von Rassismus f\u00fcr die Tat ausgeschlossen hatte.<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>LIZ, vom 23.10.2012<\/p>\n<blockquote><p>Rassismus t\u00f6tet: Bundesweite Kampagne und am Sonnabend Demonstration in Leipzig<\/p>\n<div>Die Leipziger Ableger der bundesweiten Kampagne &#8222;Rassismus t\u00f6tet!&#8220; ruft f\u00fcr kommenden Sonnabend zu einer Demonstration auf. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr am S\u00fcdplatz und f\u00fchrt durch die Innenstadt zum NPD-Zentrum in Lindenau. Terminlich ist die Kundgebung an den Jahrestag der Ermordung von Kamal Kilade gekn\u00fcpft. Der 19-J\u00e4hrige Leipziger wurde am 24. Oktober 2010 in der N\u00e4he des Hauptbahnhofs von zwei Neonazis angegriffen und erstochen.<\/div>\n<p>\u201eSeit der Wende mussten sechs Menschen in Leipzig ihr Leben lassen, weil sie nicht in das beschr\u00e4nkte Weltbild von Neonazis passten&#8220;, erkl\u00e4rt Kampagnensprecherin Miriam Schleicher. Es sei ein Skandal, dass auch heute Menschen nur aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Lebensweise oder ihres sozialen Status von Neonazis ermordet werden. Und sei ebenso skandal\u00f6s, dass die Politik und Beh\u00f6rden diese Zust\u00e4nde systematisch bagatellisieren und verschleiern, wie auch derzeit wieder im Rahmen der Verhandlung gegen die M\u00f6rder des wohnungslosen Andre K., der im Mai 2011 in Oschatz von f\u00fcnf M\u00e4nnern zu Tode gepr\u00fcgelt wurde.<\/p>\n<p>&#8222;Ein sozialdarwinistisches Motiv ist hier wahrscheinlich&#8220;, meint Schleicher. &#8222;F\u00fcr Polizei und Gericht wird in diese Richtung noch nicht einmal ermittelt. Gegen diese Praxis der Ignoranz und Verharmlosung wollen wir demonstrieren.\u201c<\/p>\n<p>Die Demonstration wird an verschiedenen Orten vorbeif\u00fchren, an denen Menschen durch rechte Gewalt zu Tode kamen. Etwa am Schwanenteich, wo der wohnungslose Karl-Heinz Teichmann 2008 in den Tod gepr\u00fcgelt wurde, an der Karl-Liebknecht-Stra\u00dfe, wo der Asylbewerber Achmed Bachir 1996 von zwei Neonazis erstochen wurde. Und am Park vor dem Hauptbahnhof, in dem Kamal Kilade 2010 erstochen wurde.<\/p>\n<p>Ein weiteres Thema soll die von fremdenfeindlichen Ressentiments gepr\u00e4gte Debatte um die Standorte neuer Asylbewerberunterk\u00fcnfte sein. &#8222;Auch in Leipzig sind menschenverachtende Einstellungen weit verbreitet&#8220;, findet Schleicher.<\/p>\n<p>&#8222;Eine tats\u00e4chliche Auseinandersetzung mit Neonazis und ihren Einstellungen findet oft gar nicht statt. Rechte \u00dcbergriffe und Morde werden von Polizei, Justiz und Teilen der Politik bagatellisiert. Die gebetsm\u00fchlenartige Bekundung weltoffen zu sein, \u00fcberdeckt die Problemlagen und verhindert eine tief greifende Auseinandersetzung.\u201c<\/p>\n<p>Demonstrationsroute: 16 Uhr Auftaktkundgebung S\u00fcdplatz \/ Kochstra\u00dfe -&gt; Karl-Liebknecht-Stra\u00dfe -&gt; Braustra\u00dfe -&gt; Dufourstra\u00dfe -&gt; Harkortstra\u00dfe -&gt; Str. d. 17. Juni (Zwischenkundgebung) -&gt; Peterssteinweg -&gt; Querung Kreuzung Martin-Luther-Ring \/ Ro\u00dfplatz -&gt; Petersstra\u00dfe -&gt; Schillerstra\u00dfe -&gt; Neumarkt -&gt; Grimmaische Stra\u00dfe -&gt; Ritterstra\u00dfe -&gt; kleine Ritterstra\u00dfe -&gt; Goethestra\u00dfe (Zwischenkundgebung) -&gt; Richard-Wagner-Stra\u00dfe (Zwischenkundgebung H\u00f6he Ritterpassage) -&gt; Richard-Wagner-Stra\u00dfe -&gt; Am Hallischen Tor -&gt; Querung Kreuzung Tr\u00f6ndlinring -&gt; Tr\u00f6ndlinring -&gt; Goerdelerring -&gt; Ranst\u00e4dter Steinweg -&gt; Jahnallee -&gt; Kuhturmstra\u00dfe -&gt; Lindenauer Markt (Zwischenkundgebung) -&gt; Demmeringstra\u00dfe -&gt; Odermannstra\u00dfe -&gt; \u00dcberweg Odermannstra\u00dfe \/ Lindenauer Markt -&gt; Lindenauer Markt -&gt; Marktstra\u00dfe -&gt; L\u00fctzner Stra\u00dfe -&gt; L\u00fctzner Stra\u00dfe \/ vor der Kreuzung Jahnallee (kurze Abschlusskundgebung)<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>LVZ, vom 24.10.2012<\/p>\n<blockquote><p>Antirassistische Demonstration am Samstag in Leipzig \u2013 Gedenken an ermordeten Kamal K.<\/p>\n<p>Leipzig. Zwei Jahre nach der Ermordung des Irakers Kamal K. vor dem Leipziger Hauptbahnhof soll am kommenden Samstag eine Demonstration an die Todesopfer rechter Gewalt in der Messestadt und im Land erinnern. Der Marsch beginnt am S\u00fcdplatz in der S\u00fcdvorstadt und f\u00fchrt \u00fcber die Innenstadt bis in den Stadtteil Lindenau. Die Demo versteht sich dabei als Teil der bundesweiten Kampagne \u201eRassismus t\u00f6tet\u201c, hei\u00dft es in einer Mitteilung der Veranstalter.<\/p>\n<p>\u201eSeit der Wende mussten sechs Menschen in Leipzig ihr Leben lassen, weil sie nicht in das Weltbild der Neonazis passten\u201c, erkl\u00e4rte Miriam Schleicher, Pressesprecherin der Kampagne. Damit liege die Messestadt auf Platz zwei der bundesweiten Statistik, hinter Berlin. Laut einer Auflistung der unter anderem mit dem S\u00e4chsischer F\u00f6rderpreis f\u00fcr Demokratie ausgezeichneten Amadeu-Antonio-Stiftung soll es seit 1990 mindestens 183 rechtsmotivierte Morde im Land gegeben haben, wovon bisher allerdings erst 63 auch von der Bundesrepublik als solche anerkannt wurden.<\/p>\n<p>Die Demo-Inititaoren kritisieren deshalb, dass \u201edie Politik und Beh\u00f6rden diese Zust\u00e4nde systematisch bagatellisieren und verschleiern\u201c, so Schleicher weiter. Auch in Leipzig seien menschenverachtende Einstellungen weit verbreitet, finde eine tats\u00e4chliche Auseinandersetzung mit Neonazis nicht statt, behauptete die Sprecherin.<\/p>\n<p>Aufgrund der Demonstration muss am Samstag ab 16 Uhr auf der genannten Route mit Behinderungen im Bahn- und Autoverkehr gerechnet werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>LVZ, vom 27.9.2012<\/p>\n<blockquote><p>Demo vom S\u00fcden bis zum NPD-Zentrum<\/p>\n<p>Ein Aktionskreis Antirassismus veranstaltet am 27. Oktober eine Demo in Leipzig, f\u00fcr die bundesweit geworben wird. Wie das Ordnungsamt auf LVZ-Anfrage mitteilte, wurde von den Organisatoren f\u00fcr diesen Tag von 16 bis 21 Uhr ein Aufzug unter dem Motto \u201cNever forgive, never forget. Solidarit\u00e4t mit den Betroffenen des rechten und rassistischen Normalzustandes\u201d angemeldet. Die Veranstalter rechnen laut Ordnungsamt mit etwa 300 Teilnehmern.<br \/>\nIn einem Aufruf zu der Demo geht der Aktionskreis unter anderem auf die Diskussion um die dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern in Leipzig ein. \u201cInsbesondere von wohlsituierten Bewohnern der Stadtviertel Wahren und Portitz wurden gegen die Errichtung von Asylunterk\u00fcnften in ihrer Nachbarschaft rassistische Stereotype benutzt, die sich im Lauf der Debatte radikalisierten\u201d, hei\u00dft es, verbunden mit einer Kritik am \u201cB\u00fcrgerInnenmob\u201d.<br \/>\nHinsichtlich des Widerstands gegen Neonazis legt der Aktionskreis Wert auf eine klare Abgrenzung: \u201cF\u00fcr die autorit\u00e4r orientierte Zivilgesellschaft ist der Protest gegen Nazis ein Beitrag zur Imageaufbesserung der Stadt Leipzig\u201d, schreiben die Autoren des Aufrufs. \u201cDass Schutz vor Nazis f\u00fcr Antifaschisten auch Vermummung oder Selbstverteidigung einschlie\u00dft, wollen und k\u00f6nnen Vertreter dieser staatstreuen Zivilgesellschafter nicht akzeptieren, geschweige denn zulassen\u201d. Aber auch die eigene Klientel thematisiert der Aktionskreis: \u201cIm Umgang der linken Szene in Leipzig, sowohl mit rechtsmotivierten Morden als auch mit der Ideologie des Rassismus, zeigen sich gro\u00dfe Leerstellen.\u201d<br \/>\nF\u00fcr den 27. Oktober haben die Demo-Veranstalter nach Angaben des Ordnungsamtes eine Aufmarschroute vorgesehen, die vom Leipziger S\u00fcden durch die Innenstadt bis zum NPD-Zentrum nach Lindenau f\u00fchren soll. Laut Anmeldung ist folgende Strecke geplant: S\u00fcdplatz, Karl-Liebknecht-Stra\u00dfe, Peterssteinweg, Stra\u00dfe des 17. Juni (Zwischenkundgebung), Peterssteinweg, Schillerstra\u00dfe, Petersstra\u00dfe, Grimmaische Stra\u00dfe, Ritterstra\u00dfe, Goethestra\u00dfe, Richard-Wagner-Stra\u00dfe, Tr\u00f6ndlinring, Ranst\u00e4dter Steinweg, Jahnallee, Kuhturmstra\u00dfe, Demmeringstra\u00dfe, Odermannstra\u00dfe, L\u00fctzner Stra\u00dfe, Jahn- allee.<br \/>\n\u201cOb die angemeldete Route am 27. Oktober in der Form nutzbar sein wird oder sonstige relevante Gr\u00fcnde wie beispielsweise Baustelleneinrichtungen dem entgegenstehen, wird im Vorfeld des noch zu vereinbarenden Kooperationsgespr\u00e4ches durch die Versammlungsbeh\u00f6rde gepr\u00fcft werden\u201d, hie\u00df es dazu aus dem Ordnungsamt. Andere Gro\u00dfveranstaltungen, die mit dem Aufmarsch kollidieren k\u00f6nnten, seien f\u00fcr diesen Tag nicht angemeldet worden, so die Beh\u00f6rde. Frank D\u00f6ring<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LVZ 29.10.2012: Schweigeminute f\u00fcr Kamal K. Antirassismus-Demonstration mit mehr als 1000 Teilnehmern Mit einer friedlichen Demonstration gedachten am Samstag weit mehr als 1000 Menschen in Leipzig der Opfer rassistischer Gewalt. Anlass war der zweite Todestag des Irakers Kamal K., der mitten in der Stadt ermordet worden war. 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