Archiv: 2012
Demonstration:
Samstag 27.10.2012 16.00 Uhr Südplatz Leipzig
Wie auch schon bei der Demonstration am 4.November 2010 nach dem Mord an Kamal K. bitten die VeranstalterInnen um folgendes:
Die VeranstalterInnen der antirassistischen Demonstration bitten darum, auf das Mitführen von Symbolen (z.B. auf Fahnen und Transparenten)
- von Parteien (und ihren Jugendorganisationen),
- Nationalstaaten
- und Organisationen mit menschenfeindlichen und reaktionären Inhalten
zu verzichten.
Solche Symbole widerstreben dem Anliegen der Demonstration. Bei dieser sollen der Mord an Kamal und das Fortbestehen rassistischer Zustände in Deutschland thematisiert und auch durch die Außenwirkung vermittelt werden. Willkommen sind daher Plakate und Transparente, die sich auf Anlass und Thema der Demonstration beziehen. Wir möchten aber keine Werbung für Parteien betreiben und politischen Bewegungen keine Plattform bieten, die selbst rassistische und nationalistische Standpunkte vertreten.Unsere Demonstration ist prinzipiell offen für alle Menschen, die etwas gegen Rassismus haben. Selbstverständlich werden wir es nicht dulden, wenn TeilnehmerInnen sich selbst diskriminierend verhalten, beispielsweise durch mackerhafte Sprüche und sexistische Parolen gegenüber anderen Demonstrierenden oder Außenstehenden.
Rechtshilfe
Während der Demo wird ein Ermittlungsausschuss (EA) aktiv sein. Der EA hilft euch, wenn ihr vor, während oder nach der Demo Stress mit der Polizei bekommt, also beispielsweise in Gewahrsam genommen werdet. Ruft den EA an, wenn ihr selbst betroffen oder ZeugInnen seid. Bitte informiert den EA auch dann, wenn ihr wieder aus dem Gewahrsam entlassen werdet.
Telefonnummer: 0341 / 211 93 13 (wird vor Ort auch durchgesagt!)
Wichtig: Um euch und eure FreundInnen nicht zu belasten, müsst ihr jede Aussage gegenüber der Polizei verweigern – das ist euer Recht. Angeben müsst ihr nur, was auf eurem Personalausweis steht. Unterschreibt nichts, sondern gebt Widersprüche gegen alle Maßnahmen zu Protokoll.
Der EA berät und unterstützt euch übrigens auch, wenn ihr im Nachhinein noch unangenehme Post (z.B. Vorladungen von Polizei oder Staatsanwaltschaft) erhaltet. Kontaktmöglichkeiten und Sprechzeiten findet ihr hier.
Demo-Einmaleins
- Sexistisches Gehabe und Macker-Verhalten haben auf der Demo nichts zu suchen. Wenn ihr so etwas beobachtet und/oder euch belästigt fühlt, helfen euch die OrdnerInnen.
- Mit Rücksicht auf die in Sachsen leider übliche Überwachung raten wir euch, überflüssige Mobiltelefone daheim zu lassen oder auszuschalten, solange ihr sie nicht dringend benötigt.
- Die Demo wird von den VeranstalterInnen dokumentiert, ihr könnt eure Kameras also zuhause lassen. Innerhalb der Demo wird nicht gefilmt und fotografiert, denn solche Aufnahmen dienen ausschließlich den Ermittlungsbehörden. Falls ihr euch von euren Kameras nicht trennen könnt, dann dokumentiert einfach die Polizeiarbeit.
- Provokateure und Beamte, egal ob in Uniform oder zivil, haben in der Demo nichts zu suchen. Bitte bleibt immer besonnen und achtet darauf, was direkt neben euch geschieht.
- Kein Alkohol oder andere Drogen, laut Auflagen auch keine Glasflaschen, Hunde und (Passiv-) Bewaffnung. Mit Fahrrädern bitte am Ende der Demo laufen, damit niemand darüber stolpert.
Nicht vergessen: Bei Problemen aller Art helfen euch die OrdnerInnen.
Mobimaterial:
Plakat:
Visitenkarte:
Für Mobilisierungsveranstaltungen:
Zum Kopieren und weiterverbreiten:
Plakat:
Flyer:







[...] Alle wichtige Infos finden sich auf der zur Aktion gehörigen Homepage [...]
[...] eine Demo mitgelaufen, auf der ich mich dermaßen unwohl gefühlt habe. Das lag nicht an der wetterbedingten [...]
[...] Zwei Jahre nach dem rassistischen Mord an Kamal K. in Leipzig undmehr als 20 Jahren nach der Welle von Gewalt und Pogromen veranstaltet die Kampagne Rassismus tötet! eine bundesweite mobilisierte Demonstration in Leipzig, zu der wir ebenfalls aufrufen. Alle Informationen zur Demonstration finden sich hier. [...]