Rassismus tötet! Leipzig

Ausstellung HTWK 26.5.-23.6.: „Die verschwiegenen Toten Todesopfer rechter Gewalt in Leipzig seit 1990″

Seit 1990 zählt die Amadeu-Antonio-Stiftung mindestens 184 Todesopfer “rechter Gewalt” in Deutschland. In Leipzig wurden mindestens acht Menschen Opfer rechts-motivierter Gewalt; hinzu kommen zwei Verdachtsfälle. Damit weist Leipzig im bundesweiten Vergleich die zweithöchste Zahl an rechtsmotivierten Morden auf. Mit der Ausstellung „Die verschwiegenen Toten – Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Leipzig“ will der Initiativkreis Antirassismus für die offizielle Anerkennung der Toten als “Opfer rechter Gewalt” eintreten und dem Schweigen über dieses Thema entgegentreten. Die einzelnen Morde erfordern eine kritische Auseinandersetzung mit deren Ursachen in unserer Gesellschaft, die diese Taten erst ermöglicht haben. Die Opfer verdienen es, sich ihrer zu erinnern.

Im Rahmen der Ausstellung soll über die Dimension rechter Gewalt in Deutschland und im Besonderen in Leipzig gesprochen werden. Zudem wird der politische, juristische und gesellschaftliche Umgang mit den Betroffenen und ihren Angehörigen transparent gemacht und die Notwendigkeit des aktiven Gedenkens an die Getöteten thematisiert.

26.05. Ausstellungseröffnung:
16 Uhr Rundgang
17 Uhr Eröffnungsveranstaltung (HTWK Geutebrückbau, Karl-Liebknecht-Straße 132, Raum 126-H)
19.30 Uhr Rundgang

die Ausstellung ist zu den Bibliotheksöffnungszeiten(Gustav-Freytag-Straße 40) zu sehen (Montag – Freitag 9:00 – 20:00 Uhr, Samstag: 9:00 – 16:00 Uhr)

23.06. Rassistische Mobilisierungen – zurück in die 90er Jahre? 19 Uhr (Geutebrückbau, Karl-Liebknecht-Straße 132, Raum 126-H)

Mit der Zunahme von internationalen Krisen und Kriegen steigen in auch Deutschland wieder die Zahlen von Menschen, welche hier Asyl suchen. Damit einher geht ebenso ein Anstieg von rassistischen Angriffen und Übergriffen auf Unterkünfte für Geflüchtete. Auch Brandanschläge wie in Tröglitz nehmen zu. In vielen Texten werden daher Vergleiche zu den Pogromen anfang der 90er Jahre in Deutschland wie in Hoyerswerda oder Rostock gezogen, doch ist dieser Vergleich gerechtfertigt? In der Veranstaltung sollen anhand von Dokumentationen und Videos Unterschiede und Gemeinsamkeiten diskutiert werden.

Sorry, the comment form is closed at this time.

Lokaler Ableger der bundesweiten Kampagne Rassismus tötet